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Legionellen: Mehrumer Bad muss vorläufig schließen

von Anke Donner


Das Mehrumer Hallenbad muss bis auf weiteres geschlossen werden. Grund sind Legionellen, die in den Wasserleitungen nachgewiesen wurden. Symbolfoto: pixabay
Das Mehrumer Hallenbad muss bis auf weiteres geschlossen werden. Grund sind Legionellen, die in den Wasserleitungen nachgewiesen wurden. Symbolfoto: pixabay

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23.10.2018

Mehrum. Das Hallenbad Mehrum ist bis auf weiteres geschlossen. Grund für die Schließung sind Legionellen, die bei einer Routineuntersuchung in den Wasserleitungen des Bades nachgewiesen wurden. Dies erklärte Frank Meißner im Gespräch mit regionalHeute.de.


Am Montagnachmittag erhielt die Gemeinde Mehrum eine Verfügung des Gesundheitsamtes des Landkreises Peine, dass das Hallenbad sofort geschlossen werden muss. Grund ist, dass bei einer Routinebeprobung ein erhöhter und gesundheitsgefährdender Legionellenwerte festgestellt wurde.

Das Gesundheitsamt hatte die Proben genommen und von einem externen Labor untersuchen lassen. Dieser Vorgang hatte einige Tage gedauert, so Meißner, allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters. Das Ergebnis der Untersuchung machte ein sofortiges Handeln und die Schließung des Bades notwendig. "Ab sofort gilt ein absolutes Nutzungsverbot für alle Duschen und Waschbecken im Hallenbad Mehrum. Das haben wir dann natürlich ernst genommen und sowohl Personal als auch Gäste informiert", so Meißner.

Woher die Bakterien, die bei dem Menschen die sogenannte Legionärskrankheit verursachen, kommen, weiß Meißner nicht. Sie sind für den Menschen gefährlich und verursachen grippeähnliche Symptome, das sogenannte Pontiac Fieber, schwere Lungenentzündungen (Legionärskrankheit). "Diese kann in bis zu 15 Prozent der Fälle zum Tod führen. Und da muss ich nicht lange überlegen, das kann ich ihnen sagen. Da wird das Bad geschlossen. Wir wollen nicht für einen einzigen schweren Krankheitsfall oder Todesfall verantwortlich sein", so Meißner.

Das Badebecken sei übrigens nicht von dem Befall betroffen, da es sich hierbei um einen anderen Wasserkreislauf handelt, so Meißner. Nun beginnt die Ursachenforschung und Beseitigung der Bakterien durch eine Fachfirma. Sind diese Maßnahmen abgeschlossen, findet eine neue Beprobung und Untersuchung statt. Dies alles könne aber durchaus noch einige Wochen in Anspruch nehmen, schätzt Meißner. Möglicherweise könne man das Bad erst Mitte oder Ende November wieder öffnen.






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