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Lesen im Lockdown – Ahmstorfer erhalten Bücherschrank



Helmstedt

Lesen im Lockdown – Ahmstorfer erhalten Bücherschrank

Initiiert wurde die Idee von der 26-jährigen Melanie Klose.

Melanie Klose mit Vater Manfred neben dem Bücherschrank in der Ahmstorfer Bushaltestelle.
Melanie Klose mit Vater Manfred neben dem Bücherschrank in der Ahmstorfer Bushaltestelle. Foto: Melanie Klose

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Ahmstorf. Neu ist die Idee zur Aufstellung eines Bücherschrankes als Tauschbörse nicht. Gerade in Städten sind diese manchmal in Telefonzellen, aber auch in anderer Form zu finden. Der Bücherschrank ist in der Ahmstorfer Bushaltestelle zu finden. Initiiert wurde die Idee von der 26-jährigen Melanie Klose, wie Gero Janze berichtet.



Häufig funktioniert das Prinzip, manchmal scheitert es auch – dann oft aufgrund von Vandalismusschäden. Das wisse auch Melanie Klose aus Ahmstorf. Dennoch habe sie ihre Idee bei der Gemeinde Rennau vorgetragen, die dem Vorhaben schließlich zustimmte. Letztlich sei es der 26-Jährigen darum gegangen, in einer schwierigen Zeit etwas für die Dorfbewohner zu tun. „Ich bin sicher, dass die Menschen während der Pandemie wieder mehr lesen! Treffen untereinander sind aber ausdrücklich nicht erwünscht“, so Klose. Warum also nicht das bewährte Prinzip der Bücher-Tauschbörse aufgreifen und nebenbei etwas für die Dorfgemeinschaft tun? Voraussetzung für die Gemeindevertreter sei gewesen, dass sich die junge Frau dauerhaft um den Schrank in der Bushaltestelle kümmern würde. Das heißt, dass sie dauerhaft „für Ordnung sorge“ und im Falle eines Scheiterns des Projektes auch den Rückbau übernehme.

Nachdem im Ort mittels Flyer über das Aufstellen des Schrankes informiert wurde, habe sich dieser sehr zügig gefüllt. Die Bücher seien nach Genres sortiert und sogar das eine oder andere Minispiel sei vorrätig. „Bisher habe ich nur positives Feedback bekommen. Auch freue ich mich, dass der Schrank von den Mitnutzer:innen bereits mit sehr aktuellen und top erhaltenen Büchern gefüllt wurde“, berichtet die junge Ahmstorferin. Vom Kochbuch über den aktuellen Krimi bis zum Kinderbuch sei schon jetzt alles zu finden. Am Ende wollte Melanie Klose aber nicht ihren Vater Manfred und ihren Partner vergessen, die bei der Umsetzung der Idee mit Know-how und handwerklichem Geschick halfen und den Schrank mit aufstellten. „Es ist klar, dass ich es allein nicht geschafft hätte, insofern bedanke ich mich herzlich für die Unterstützung“, so die Organisatorin.


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