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Lesen wird teurer: Gebühren für Stadtbibliothek Braunschweig sollen erhöht werden



Braunschweig

Lesen wird teurer: Gebühren für Stadtbibliothek sollen erhöht werden

Eine neue Satzung soll am Dienstag beschlossen werden. Demnach wird der Jahresbeitrag angehoben. Auch für zu spät zurückgegebene Bücher und Medien soll dann mehr Geld verlangt werden.

von Alexander Dontscheff


Die Stadtbibliothek Braunschweig.
Die Stadtbibliothek Braunschweig. Foto: regionalHeute.de

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Braunschweig. In der Ratssitzung am kommenden Dienstag soll eine neue Benutzungs- und Gebührensatzung für die Stadtbibliothek Braunschweig beschlossen werden. Stimmt der Rat zu, wird der Jahresbeitrag angehoben und die Säumisgebühren für zu spät zurückgegebene Bücher und Medien werden erhöht.



Konkret würde die Jahresgebühr um drei Euro auf 18 Euro erhöht. Die Säumnisgebühr für nicht zurückgegebene Bücher, Noten und Brettspiele wird für die ersten sechs Tage von 10 auf 20 Cent verdoppelt. Danach kostet es pro Tag und Buch 55 Cent (vorher 50 Cent). Der Höchstbetrag für ein Buch ist auf 14,40 Euro gedeckelt (bisher 12,60 Euro). Bei Überschreiten der Leihfrist von CDs, CD-ROMs, DVDs, DVD-ROMs, MP3, Blu-rays und Zeitschriften, Konsolenspielen, Konsolen-Lernsoftware sowie Werken aus der Artothek werden je Öffnungstag und Medieneinheit 55 Cent statt 50 fällig. Der Höchstbetrag liegt nun bei 16,50 statt 12,65 Euro. Die Bearbeitungsgebühr für den Heranziehungsbescheid (Benachrichtigung über die fälligen Gebühren) wird auf 20 Euro erhöht (bisher 14 Euro). Die Bearbeitungsgebühr für die Wiederbeschaffung oder Ersatzbeschaffung je Medieneinheit erhöht sich von 5 auf 7 Euro.

Es dient der Haushaltsoptimierung


Die Verwaltungsvorlage beruht auf Vorschlägen der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) zur Haushaltsoptimierung. Durch die Maßnahmen sollen im Jahr über 75.000 mehr eingenommen werden. Der Kostendeckungsgrad würde sich von rund 6,3 Prozent (2019) um 1,2 Prozentpunkte auf rund 7,5 Prozent verbessern. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien hier aber nicht absehbar.


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