Sie sind hier: Region >

Lessingtheater im Januar: Tanz, Musik und eine sprechende Echse



Wolfenbüttel

Lessingtheater im Januar: Tanz, Musik und eine sprechende Echse


Das Lessingtheater präsentiert im Januar Aufführungen wie die Ghetto Swinger. Foto: Bo Lahola
Das Lessingtheater präsentiert im Januar Aufführungen wie die Ghetto Swinger. Foto: Bo Lahola

Artikel teilen per:

Wolfenbüttel. Der Start in das neue Jahr 2017 wird im Lessingtheater mit einer Vielfalt von besonders attraktiven Veranstaltungen eingeläutet.



Die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg spielt in ihrem »Neujahrskonzert« eine Opern- und Operettengala, die junge Fadista Carminho bringt in ihrem Konzert die Tragik, Emotion und Dynamik des Fado zu Gehör, das deutsch-argentinische Startänzerduo Nicole Nau und Luis Pereyra überzeugen in »Vida! Argentino«, Helen Schneider ist mit »Der Ghetto Swinger« wiederholt im Lessingtheater zu Gast und die mürrisch-charmante Echse des preisgekrönten Puppenspielers und Comedians Michael Hatzius strapaziert die Lach- und Herzmuskeln der Zuschauer.

Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg


Das Orchester ist zweifelsfrei einer der bedeutendsten musikalischen Botschafter seines Landes. Es demonstriert eindrucksvoll die unerschöpfliche Vielfalt an musikalischen Talenten sowie den hohen Ausbildungsstandard seines Heimatlandes. Sein außergewöhnlich breitgefächertes Repertoire, das vom Barock bis zur Moderne reicht, hat es zu einem der gefragtesten Klangkörper Europas gemacht. Gegründet 1990 von Absolventen des renommierten St. Petersburger Staatskonservatoriums, wird das Orchester seit 1998 von Juri Gilbo geleitet. In Wolfenbüttel werden sie mit Auszügen aus Opern, Operetten und Balletten unter anderem von Mozart, Rossini, Tschaikowsky, Verdi, Wagner, Lehar, Offenbach und Kálmán zu erleben sein. Am 8. Januar 2017, 18 Uhr

Der letzte der feurigen Liebhaber


Barney Cashmans erotische Erfahrungen beschränken sich nahezu ausschließlich auf eine monogame, bislang 23-jährige Ehe mit seiner grundanständigen Highschool-Freundin Helma. Jetzt, im Alter von 47 Jahren, möchte der Familienvater und Besitzer eines New Yorker Restaurants endlich seinen Horizont erweitern und einmal im Leben etwas Aufregendes erleben. Doch das ist leichter gesagt als getan. Die vielgespielte, intelligente und spitzzüngige Komödie aus der Feder des amerikanischen Unterhaltungs-Großmeisters Neil Simon begeistert das Publikum heute wie damals durch aberwitzige Dialoge, Situationskomik und genau jene Prise menschlicher Tragik, die einer wirklich guten Komödie zugrunde liegen muss. Am 13. Januar 2017, 19.30 Uhr, Theater im Rathaus Essen, Konzertdirektion Landgraf

Die neue Stimme des Fado: Carminho

Sie ist gerade einmal 30 Jahre alt, aber sie singt den Fado, als hätte sie die tiefe Sehnsucht und die bittersüßen Freuden des Lebens schon in aller Tiefe durchschritten. Denn der Fado ist mehr als nur eine Musikrichtung – er ist ein Lebensgefühl und eine emotionale Weisheit. Die junge Fadista Carminho gilt schon seit ihrem mit Platin ausgezeichneten Debütalbum als musikalische Offenbarung, das Time-Out-Magazine schrieb sogar »das beeindruckendste Fado-Debüt in Jahrzehnten«. Carminho besitzt die ganze Tragik, die Emotion und Dynamik, die der Fado gebietet. Mit ihrer leidenschaftlich fesselnden Präsenz verschafft sie auch jüngeren Generationen einen Zugang zum Nationalerbe ihres Heimatlandes Portugal. Am 18. Januar 2017, 19.30 Uhr

Ehnert vs. Ehnert mit ihrem Programm »Zweikampfhasen«

Wohin man auch schaut: Überall nur noch Singles, One-Night-Stands und Lebensabschnittsgefährten. Hochzeiten kennen die meisten nur noch aus alten Sissi-Filmen. Nur Jennifer und Michael Ehnert hinken diesem Zeitalter individueller Freiheit gnadenlos hinterher: Denn sie sind nicht nur miteinander verheiratet, sondern bis zum heutigen Tag auch nicht in der Lage, sich voneinander scheiden zu lassen. Obwohl sie nun wirklich alles tun, um den anderen fix und fertig zu machen. In ihrem ersten Programm »Küss langsam« haben sie mehr als 250 Mal versucht, sich scheiden zu lassen – was bis heute nicht geklappt hat. Mit »Zweikampfhasen« starten Ehnert vs. Ehnert nun die nächste Runde ihrer Beziehungsschlacht. Am 19. Januar 2017, 19.30 Uhr

Vida! Argentino – The Great Dance of Argentina

Nach dem Erfolg der »Vida«-Tour bringt die Produktion um das deutsch-argentinische Startänzerduo Nicole Nau und Luis Pereyra ein weiteres Mal Argentiniens kulturelle Vielfalt auf Deutschlands Bühnen. Die Besonderheit bei »Vida II«: Dank der hochklassigen Erweiterung des Ensembles um diverse Ausnahmetänzer und Musiker erwartet das Publikum ein noch dynamischeres, variantenreicher choreografiertes »Märchen voller Leidenschaft«. Feurige Tanz- und Show-Einlagen, mitreißende Live- Musik, lateinamerikanische Emotion: The Great Dance Of Argentina. Am 25. Januar 2017, 19.30 Uhr

Der Ghetto Swinger – Aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumann

Die Geschichte um Coco Schumann nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin der 30er-Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von der Musik. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen »Swing-Kids« – Jugendliche, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellten. Und plötzlich findet Coco sich in Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der »Ghetto- Swingers«. In Auschwitz spielt er um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn zur Lebensretterin. Mit einem hochmusikalischen Ensemble um Helen Schneider und Konstantin Moreth wird die Biographie von Coco Schumann zu einem klugen, würdigen und zutiefst berührenden Theaterabend. Am 27. Januar 2017, 19.30 Uhr, Hamburger Kammerspiele

Michael Hatzius ist wieder auf Echse: »Echstasy«

Der mehrfach preisgekrönte Puppenspieler und Comedian präsentiert seine neue Soloshow. Angeführt wird sein tierisches Ensemble natürlich auch dieses Mal vom Star des Abends, der allwissenden mürrisch-charmanten Echse, die mittlerweile auch Gastgeber einer eigenen TV-Show ist. Die Echse hat natürlich stets ein offenes Ohr für das Publikum, denn Improvisation ist die große Leidenschaft von Michael Hatzius und so wird jeder Abend einzigartig. Neben der Echse und den anderen Publikumslieblingen aus dem ersten Programm, wie dem schüchternen Huhn, dürfen sich die Fans darüber hinaus auf weitere, ganz neue schräge Charaktere und viele weitere Überraschungen freuen. »Echstasy« – ein Abend wie ein Rausch, mit erwünschten Nebenwirkungen auf die Lach- und Herzmuskeln. Am 28. Januar 2017, 19.30 Uhr

Spielerisch die Welt entdecken mit »Matti Patti Bu« ab 4 Jahren

Ein Mann und eine Frau erschaffen eine Schattenfigur. Sie lassen sie erste Schritte gehen und in einer ganz eigenen Sprache reden. Die Figur heißt Matti. Kaum ist Matti da, will er etwas erleben und spielen. Der Mann zeichnet ihm einen Ball, der sich im Laufe des Spiels in alle möglichen Dinge verwandelt: Punkt-Punkt-Komma-Strich, und schon ist er ein Gesicht. Dann wird der Ball zum Rad an einem Auto, fällt ins Wasser und wandelt sich zur Taucherglocke, mit der Matti die Unterwasserwelt erkundet. Aus dem Wasser aufsteigend, entwickelt er sich zum Fesselballon. Nach und nach entsteht ein verrückter Bilderreigen. Kindertheater mit buntem Schattenspiel, einem Schauspieler und wunderbarer Livemusik. Am 30. Januar 2017, 10 Uhr und 16 Uhr, Fliegendes Theater Berlin

Ali Baba und die vierzig Räuber - Figurentheater nach dem Märchen aus 1001 Nacht ab 6 Jahren

Es war einmal ein Zauberwort, das konnte Felsen öffnen. Es war einmal ein Mädchen, das besiegte vierzig wilde Räuber. Es war einmal ein Land, da wohnten Geister in Lampen und Teppiche konnten fliegen. Und das alles ist wahr. Denn im Orient und im Märchen ist alles möglich. Von wundersamen Abenteuern, Geheimnissen und Wünschen, finsteren Mächten und dem Glück, das dem Mutigen treu bleibt, erzählt atemberaubend spannend und voll Poesie eines der schönsten Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Mit einfachen Mitteln werden Welten erzeugt – aus Zeitungen werden Figuren gerissen, Felsen geknüllt und Zaubertore geschaffen. Am 31. Januar 2017, 16 Uhr, marotte-Figurentheater, Tiyatro Diyalog Karlsruhe, die Altersangabe ist bei diesem Stück besonders zu beachten.

Vorverkauf und Information erfolgen über die Theaterkasse, Stadtmarkt 7A, 38300 Wolfenbüttel, Telefon 05331 86-501, Telefax 05331 86-507 oder unter www.lessingtheater.de | karten@lessingtheater.de Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr.


zur Startseite