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Letzte Flüchtlingsunterkunft fertig – 30 Personen ziehen ein



Braunschweig

Letzte Flüchtlingsunterkunft fertig – 30 Personen ziehen ein


Die Stadt Braunschweig hat bislang rund 900 Menschen aufgenommen. Symbolfoto: Nick Wenkel
Die Stadt Braunschweig hat bislang rund 900 Menschen aufgenommen. Symbolfoto: Nick Wenkel Foto: Archiv

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Braunschweig. Im Gebäude am Ackerweg 26 in Hondelage werden voraussichtlich ab Anfang Dezember geflüchtete Paare, Familien und allein reisende Personen einziehen. Das berichtet die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Bis zum Ende des Jahres werde das Gebäude demnach mit rund 30 Personen belegt sein, insgesamt biete es Platz für 88 Menschen.



Bürgerinnen und Bürger haben am Donnerstag, 29. November, von 16 bis 18 Uhr die Möglichkeit, das Gebäude zu besichtigen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung stehen für Fragen zur Verfügung. Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast: "Mit dem Gebäude in Hondelage ist nun der letzte Standort aus dem vom Rat beschlossenen Konzept zur Unterbringung und Integration von Geflüchteten fertig. Da uns weiterhin Menschen zugewiesen werden, benötigen wir die zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten dringend. Ich freue mich, dass es in Hondelage ein Netzwerk Ehrenamtlicher gibt, das bei der Integration unterstützen wird – damit haben wir bei den bereits eröffneten Gebäuden gute Erfahrungen gemacht."

900 Menschen aufgenommen


Braunschweig werden seit 2016 Geflüchtete zur Unterbringung zugewiesen. Bisher wurden rund 900 Menschen von der Stadt Braunschweig aufgenommen, zusätzlich betreut die Stadt derzeit etwa 125 junge Menschen, die ohne ihre Eltern eingereist sind. Das Gebäude in Hondelage bietet 23 Wohneinheiten für zwei, vier oder sechs Personen und verläuft, wie bereits die anderen fertiggestellten Standorte, zweigeschossig um einen Innenhof. Jedem Bewohner und jeder Bewohnerin stehen bei Vollbelegung rechnerisch eine Wohnfläche von zehn Quadratmetern sowie Anteile an der Gemeinschaftsfläche und ein Gartenanteil zur Verfügung. Der Bau wurde inklusive Erschließung vom Rat mit rund drei Millionen Euro beschlossen.


Gemischte Bewohnerstruktur


Vor Ort werden ein Sozialarbeiter, ein Unterkunftswart und eine Verwaltungskraft in Teilzeit tätig sein. Ergänzend wird ein Sicherheitsdienst sicherstellen, dass außerhalb der Dienstzeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ansprechpartner vor Ort sind. Abhängig von den Zuweisungen des Landes Niedersachsen soll, wie an den anderen Standorten auch, eine gemischte Bewohnerstruktur aus Paaren, Familien und allein reisenden Personen entstehen. Nach den bisherigen Erfahrungen an den anderen Wohnstandorten für Geflüchtete hat sich aus Sicht der Verwaltung eine solche Struktur als für das Zusammenleben positiv herausgestellt. Wie in anderen Stadtteilen auch, habe sich in Hondelage ein Netzwerk Ehrenamtlicher gegründet, das die geflüchteten Menschen, die neu in den Ortsteil ziehen, unterstützen wird. Federführend seidabei die evangelische Kirchengemeinde im Ort.

Schwierige Wohnungssuche


Aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes in Braunschweig finde in den bisher genutzten Wohnstandorten keine stete Fluktuation bei den Bewohnerinnen und Bewohnern statt. Personen, für die die Stadt Braunschweig als Kommune nicht weiter zur Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet wäre, da sich der Asylstatus geändert hat, würdenhäufig keine Wohnung außerhalb der Wohnstandorte finden und bliebendeshalb dort wohnen. Zusätzlich zu den weiteren Zuweisungen durch die Landesaufnahmebehörde werden laut Stadt auch ehemals unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die ihre stationären Jugendhilfemaßnahmen beenden, auf einen Platz angewiesen sein, da auch dieser Personenkreis nur erschwert eine eigene Wohnung findet.

Zwei Standorte an Studentennetzwerk übergeben


Neben dem neuen Standort in Hondelage werden Geflüchtete in Braunschweig in den seit 2017 sukzessive fertiggestellten Gebäuden in Melverode (seit Februar 2017), Bienrode (seit März 2017), Gartenstadt (seit April 2017), Gliesmarode (seit Juli 2017) und Lamme (seit Oktober 2018) untergebracht. Die Standorte Ölper und Nordstadt wurden im Dezember 2017 an das Studentenwerk OstNiedersachsen für studentisches Wohnen übergeben.


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