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Braunschweig: Fensterlüfter sollen bis Weihnachten in Schulen eingebaut sein



Braunschweig

Lieferengpässe: Fensterlüfter sollen bis Weihnachten in Schulen eingebaut sein

In 50 Klassenräumen habe man die Lüfter bereits anbringen können. 150 weitere Einbauten hätten sich aufgrund von Lieferengpässen verzögert.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Braunschweig. Im Zusammenhang mit dem Infektionsschutz an Schulen gibt es seit dem Auftreten der Pandemie eine intensive Debatte über Raumlufthygiene an Schulen. Die Stadt Braunschweig hat als Antwort ein Konzept entwickelt: Dort, wo keine ausreichende Fensterbelüftung möglich ist, wird durch die Nachrüstung von Fensterventilatoren ein notwendiger Luftaustausch sichergestellt. Dieses sogenannte Göttinger Modell wurde bisher in rund 50 Klassenräumen eingebaut. Bei weiteren 150 Ventilatoren geschieht dies aufgrund von Lieferengpässen zeitversetzt. Die aktuellen Lieferzusagen ermöglichen einen Einbau bis Weihnachten, so die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.



In Ausnahmefällen lasse sich das Konzept nicht umsetzen, weil örtliche Gegebenheiten einen Einbau von Fensterventilatoren nicht oder nur unter erheblichem Aufwand zulassen - beispielhaft bei Fenstern, die einen Ausbau aufgrund von innenliegenden Jalousien nicht ausführbar machen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung den Braunschweiger Schulen 210 einfache CO2-Ampeln zur Verfügung gestellt, um dank der Erkenntnisse über die Luftqualität steuernd eingreifen zu können und so raum- wie nutzungsspezifische Lüftungsszenarien auszuarbeiten.

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Raumluftampeln steuern Lüftungsintervalle


Um diese Vorgehensweise sicherer zu machen, wurden jetzt zusätzlich 228 sogenannte Raumluftgüteampeln angeschafft. Sie sollen Handlungssicherheit in Räumen geben, in denen sich die Luftqualität schnell verschlechtern kann. Sie werden je nach Inzidenzwert über WLAN kalibriert. So können Lüftungsintervalle intelligent gesteuert werden. Zurzeit läuft die Einjustierung und Abstimmung der Daten. Ziel sei es, die Sicherheit in den Schulen einzelfallbezogen zu gewährleisten, ohne durch umfangreiche "Gießkannen"-Aktionen und damit verbundenen noch größeren Liefer- und Umsetzungsengpässen eine zügige technische Unterstützung dort zu behindern, wo sie dringend erforderlich ist.

Zehn Luftreiniger angeschafft


Dieser Prozess geht weiter. Bisher wurden nach diesem Grundsatz zehn Luftreiniger angeschafft, die Unterrichtsräume wieder nutzbar machen, die aufgrund nicht ausreichender Fenster- oder Ventilatorlüftung nicht zur Verfügung standen. Die Entscheidung, ob ein Luftfilter zum Einsatz kommt, wurde aus der Berechnung der Raumbelüftung über Fensterflächen abgeleitet.

Aufgrund aktueller Messdaten wird dieses Projekt jetzt ausgeweitet und es werden 30 weitere Luftfilter nach den Richtlinien des Umweltbundesamtes gekauft. So soll durch einen raum- und situationsbezogenen Luftfiltereinsatz in Einzelfällen die Raumnutzung sichergestellt werden, um der pandemischen Entwicklung entgegenzuwirken. Dies mit dem Ziel, die Pandemie einzudämmen sowie Unterrichtsunterbrechungen zu minimieren.


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