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LKA meldet neun Drogentote in der Region Braunschweig



LKA meldet neun Drogentote in der Region Braunschweig

Niedersachsenweit sind 80 Menschen infolge ihres Drogenkonsums gestorben, berichtet das LKA.

von Anke Donner


Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Pixabay

Region. Wie aus einer Mitteilung des LKA Niedersachsen hervorgeht, ist die Zahl der Drogentoten in Niedersachsen im Jahr 2020 gleichgeblieben. In Niedersachsen sind demnach im vergangenen Jahr 80 Menschen durch Drogenmissbrauch ums Leben gekommen. In der Polizeidirektion Braunschweig waren es neun Menschen, die durch Drogen gestorben sind.



Die Zahl der Drogentoten habe sich im Vergleich zu 2019 nicht verändert und sei gegen den steigenden Bundestrend - wie im Jahr zuvor - stabil geblieben, heißt es in dem Bericht des Landeskriminalamtes. Gleichzeitig sei es das dritte Jahr in Folge, in dem die Zahl der Drogentoten in Niedersachsen nahezu konstant blieb. 2018 starben landesweit 81 Menschen an illegalen Drogen, 16 mehr als noch im Jahr 2017.

Wie das LKA auf Nachfrage von regionalHeute.de mitteilte, wurden im vergangenen Jahr in der Polizeidirektion Braunschweig neun Drogentote gemeldet.



Männer seien bei den Rauschgiftopfern in Niedersachsen mit 70 Fällen weiterhin deutlich in der Überzahl. Das Durchschnittsalter der verstorbenen Rauschgiftkonsumenten lag bei 41 Jahren und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (40 Jahre) leicht nach oben verändert. Der jüngste gemeldete Rauschgifttote war erst 13 Jahre alt, die beiden ältesten 62.


Nach wie vor gehe das größte Risiko von Heroin aus. Vielfach werde die Droge auch in Kombination mit anderen Rauschgiften wie Kokain genommen. Betroffene sterben entweder direkt am Konsum der Substanzen oder an den damit einhergehenden Begleiterkrankungen.


In Deutschland sind im vergangenen Jahr 1.581 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben - ein Anstieg um 13 Prozent. 2019 hatte es 1.398 Drogentote gegeben.

Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige


Seit mehr als 20 Jahren findet am 21. Juli ein Gedenktag für die Menschen statt, die infolge ihres Drogenkonsums gestorben sind. Was in den 1990er-Jahren als kleine Gedenkveranstaltung begann, hat inzwischen internationale Dimensionen angenommen. Nicht nur in Deutschland wird an diesem Tag der Drogentoten gedacht. Auch in Spanien, Dänemark, den Niederlanden, Großbritannien, Kanada, Australien und Schweden kommen Menschen zusammen, um zu erinnern, zu ermahnen oder aufzuklären. Auch Braunschweig richtet seit einigen Jahren einen Gedenkgottesdienst aus. Und auch in diesem Jahr soll es am 21. Juli um 11 Uhr einen Open Air Gedenkgottesdienst auf dem Windmühlenberg am John F. Kennedy Platz geben.

Mehr Informationen zum Gedenktag gibt es auf der Seite www.gedenktag21.juli.de


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