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"Märktplätze" sollen Ort der Begegnung werden

von Anke Donner


Foto: Anke Donner)

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30.09.2014


Landkreis. Im Zuge des Modellprojektes „mobil im Landkreis“ haben sich in etlichen Gemeinden „Marktplätze“ etabliert, die die Nahversorgung im ländlichen Raum erhalten und verbessern sollen. Landrätin Christiana Steinbrügge weihte am Nachmittag zwei Internetcafés ein.


Die engagierten Betreiberinnen und Betreiber der„Marktplätze“ in Cramme und Burgdorf bieten ab sofort Waren des täglichen Bedarfs sowie neue, auch mobile Dienstleistungen an. Außerdem sind die „Marktplätze“ wichtige Treffpunkte für die Einwohnerinnen und Einwohner eines Dorfes.


In Cramme betreiben Kerstin und Rolf Hillebrecht seit acht Jahren ihren kleinen "Tante-Emma-Laden" und fühlen sich rund um wohl, so nah an ihren Mitmenschen. Das Ehepaar war also wie geschaffen für das Vorhaben "Marktplatz". Und so können sie ab heute ihren Kunden mehr bieten, als frische Pizza, Brot und Milch. Sie bieten Kommunikation und Information aus einer unkomplizierten Hand. "Uns geht es hauptsächlich darum, dass sich hier alte und junge Menschen begegnen und austauschen können. Perfekt wäre es, wenn die jungen Leute den älteren Menschen hilfreich zur Seite stehen und den Umgang mit dem Internet erklären", so Kerstin Hllbrecht.





Karin Auras (mitte) möchte gerne Emails an ihre Tochter verschicken. Foto: Anke Donner)


Und so wurde in dem kleinen Laden in der Breiten Straße eine Internet-Ecke eingerichtet. Unterstützt wurden die Eheleute Hillebrecht dabei vom Landkreis Wolfenbüttel. Der schaffte nämlich die Hartware an und übernimmt die Kosten.


Karin Auras hat sich vorgenommen, das Angebot zu nutzen und möchte ihrer Tochter in England Emails mit Fotos aus Deutschland schicken.  Sie hat keine Angst vor dem Internet und freut sich, dass sie mit etwas Hilfe das World Wide Web erforschen kann.


Denn durch den erfolgreichen Breitbandausbau im Landkreis Wolfenbüttel ist der ländliche Raum für Betriebe und Unternehmen sowie für junge und alte Menschen sehr attraktiv geworden. Nicht alle Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner verfügen jedoch über einen eigenen Computer. Daher wird es in Zukunft in den „Marktplätzen“ in den Gemeinden Cramme und Burgdorf jeweils ein „Internetcafé“ geben, das die Betreiber Kerstin und Rolf Hillebrecht mit Unterstützung des Landkreises eingerichtet haben und betreiben werden.


Landrätin Christiana Steinbrügge ist überzeugt, dass dieses Konzept aufgeht und möchte es auf den ganzen Landkreis ausweiten.


Das Internetcafé für Burgdorf befindet sich ebenfalls in „Kerstins Laden“, Am Bereler Berg 3 in Burgdorf. Alle Interessierten haben nach der Einweihung ab sofort die Möglichkeit, das neue Angebot zu nutzen.


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