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Mahnwache in Braunschweig soll an Opfer der terroristischen Morde von Hanau erinnern



Braunschweig

Mahnwache soll an Opfer der terroristischen Morde von Hanau erinnern

In Solidarität mit den Angehörigen und den Betroffenen in Hanau erinnert das Bündnis an die rassistischen Morde von Hanau.

Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Sandra Zecchino

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Braunschweig. Am 19. Februar ist der rassistische Anschlag in Hanau ein Jahr her. Aus diesem Grund ruft das Bündnis gegen Rechts zu einer Mahnwache um 17 Uhr auf den Platz der Deutschen Einheit auf.



In Solidarität mit den Angehörigen und den Betroffenen in Hanau erinnert das Bündnis an die rassistischen Morde von Hanau. Der Attentäter ermordet am 19. Februar 2020 erschoss in und vor Shisha-Bars neun Opfer, die eine Migrationsgeschichte haben. Sechs Menschen, darunter fünf mit Migrationsge- schichte, wurden verletzt. Die Polizei findet den Attentäter und seine Mutter später tot in dessen Wohnung. Der Generalbundanwalt spricht von einer „zutiefst rassistischen Gesinnung“, die sich in den Botschaften des Täters offen- bare.
Mit seiner Mahnwache will das Bündnis nicht nur an die Opfer rechten Terrors erinnern. Es gehe auch um die von den Angehörigen und den Betroffenen skandalisierte schleppende Aufklärung über die Ereignisse in der Tat- nacht, über das respektlose Agieren von Polizei und Verwaltung und die un- zureichende Gegenwehr gegen rechte und rassistische Gewalt.


„Hass, Gewalt und Mord gegen Menschen mit Migrationshintergrund gibt es nach wie vor viel zu häufig in unserem Land. Und der Umgang damit ist immer wieder beschämend,“ sagt Sebastian Wertmüller für das Bündnis gegen Rechts. Weder würden die Entwicklungen in der rechtsextremen Szene aus- reichend ernst genommen, noch würde gegen die Vordenker und Hetzer im Internet und den analogen Medien konsequent vorgegangen.

Umso wichtiger sei es, am 19. Februar an die Opfer zu erinnern und an diesem und jeden anderen Tag klare Zeichen gegen rechte und rassistische Gewalt zu setzen. Wertmüller: „Die Erinnerung gehört den Opfern und sie ist mehr als Betroffenheit und Trauer. Erinnern heißt verändern!“


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