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Mahnwache zu Asse II und Co.



Wolfenbüttel

Mahnwache zu Asse II und Co.


Mahnwache. Foto: Privat
Mahnwache. Foto: Privat

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Wolfenbüttel. Am Montag, 4. April, findet ab 18 Uhr wieder die Mahnwache zu Asse II & Co. vor dem Bankhaus Seeliger statt.

Genau 49 Jahre vorher, am 4. April 1967, begann die Einlagerung von Atommüll in das ehemalige Salzbergwerk Asse II, heißt es in einem Bericht von Eleonore Bischoff von der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG). Obwohl von Versuchseinlagerung gesprochen wurde, war für den damaligen Betreiber und die Genehmigungsbehörden klar, dass das die eingelagerten Abfälle (zum Schluss 126.000 Fässer) in der Schachtanlage verbleiben sollten. Auf der letzten Mahnwache wurde über die Rolle der Kommunalpolitiker gesprochen, unter anderem die des Landrates Helmuth Bosse (Amtszeit 1968 – 1981). Die Rolle der Kommunalpolitiker wurde im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtages nicht aufgearbeitet, deshalb plädierten die Teilnehmer der Mahnwache dafür, die Kreistagsfraktionen aufzufordern, eine entsprechende Aufarbeitung auf Kreisebene in Auftrag zu geben.

Betreiberwechsel


Am kommenden Montag soll unter anderem über den anstehenden Betreiberwechsel für Endlagerstandorte und Asse II gesprochen werden. Die Aufsicht und der Betrieb der Schachtanlage Asse II soll - wie bei den geplanten Endlagern - organisatorisch getrennt werden. Der bisherige Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), soll danach für die Aufsicht zuständig sein. Die Bergung des Atommülls soll einer neuen bundeseigenen Gesellschaft übertragen werden, die sich aus Teilen des BfS, der Asse GmbH und der Deutsche Gesellschaft für den Betrieb von Endlagern (DBE) zusammensetzt.


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