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Mai-Kundgebung: "Zeit für mehr Solidarität"



Goslar

Mai-Kundgebung: "Zeit für mehr Solidarität"

von Alec Pein


Theater-Einlage auf dem Schuhof: Wieder ein Hinweis auf die Umstände im Goslarer Krankenhaus aus Sicht der Gewerkschaft. Foto/Video: Alec Pein

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Goslar. Zum Tag der Arbeit am Sonntag rief die Goslarer Ortsgruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Demonstration unter dem Motto „Mehr Zeit für Solidarität“ auf. An verschiedenen Stellen der Altstadt wurde für Redebeiträge angehalten. Angesprochen wurden dabei unter anderem die Themen Solidarität mit Geflüchteten, die Verhältnisse im Goslarer Krankenhaus und dem Goslarer Betriebshof.

An der Kaiserpfalz kamen über 100 Teilnehmer zusammen. Erste Haltestelle Heimkehrerdenkmal: Kritik am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, kurz "BAMF" wurde hier aus Reihen des Vereins Leben in der Fremde e.V. geäußert. Keine Willkommenskultur sei dort spürbar, hieß es. "Alle bekommen den selben Termin gesagt, 7.30 Uhr.", sagte Anne-Kathrin Feldhoff. Hunderte würden dann stundenlang darauf warten aufgerufen zu werden.


Einige Meter weiter wurde der Betriebshof thematisiert. Wie die Schilder einiger Teilnehmender bereits ankündigten, hieß es auch während der Rede: Ein Eigenbetrieb sei nach wie vor ist umsetzbar, Privatisierung nicht nötig. Am Schuhhof kam es dann zu einem gesundheitlichen Notfall. Spätestens als man der "Patientin" jedoch ein Mikrofon reichte und der Krankenwagen in Form eines City-Rollers herbeieilte, wurde deutlich, dass es sich nicht um einen akuten Notfall sondern um einen Sketch handelte. "Bitte nicht in das Goslarer Krankenhaus", rief die Patientin - der Ruf dieser Einrichtung sei sehr schlecht. Die "Diensthabende Notärztin Frau Dr. Einfalt" schlug vor sich dennoch in Behandlung zu begeben. Wenn sie etwas zu bemängeln hätte, könnte sie schließlich einen Beschwerdebrief schreiben und bekäme ein "nettes Antwortschreiben der Geschäftsführung und die Pflegekräfte eins auf den Deckel".

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Der 23-jährige Jugend- und Auszubildendenvertreter von VW Braunschweig Oussama Ben-Romdhane. Foto:



Die abschließende Kundgebung fand am Museumsplaza statt. Nach einem Grußwort von der DGB-Kreisvorsitzenden Susanne Ohse, hielt Jugend- und Auszubildendenvertreter von VW Braunschweig, Oussama Ben-Romdhane, die Mai-Rede. Auch der 23-Jährige rief zu mehr Solidarität mit Flüchtlingen auf. Das "kalte Kotzen" bekäme er, wenn er täglich auf Facebook die Hetze von verschiedensten Seiten mitbekäme. Sein Standpunkt: Ohne Zuwanderung und Import wäre die Deutsche Kultur sowie wirtschaftliche Lage des Landes wohl kaum die heutige. Die Bausteine für den Industriellen Aufschwung kämen schließlich aus Groß Britannien, Curry auf der VW-Wurst aus Indien und der Döner, den "auch der Nazi heimlich isst", werde meist "vom Türken gemacht".


Podcast: Grußwort Oussama Ben-Romdhane


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Video: Mai-Rede von Oussama Ben-Romdhane


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