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Markurth: Forderung nach Konsequenzen ist richtig

von Thorsten Raedlein



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25.09.2014


Braunschweig. Als erschreckend und völlig inakzeptabel hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth die Ereignisse rund um das Spiel der zweiten Mannschaften von Eintracht Braunschweig und Hannover 96 am Dienstag bezeichnet. Auch Eintracht-Geschäftsführer Soeben-Oliver Voigt hat bereits Konsequenzen angekündigt.

„Ich finde es unerträglich, was der Öffentlichkeit hier zugemutet wird“, sagte Markurth. „Es ist doch einfach nicht vermittelbar, dass ein Fussballspiel solche Begleiterscheinungen hat, die das öffentliche Leben beeinträchtigen und zu hohen Kosten führen.“ Auch der Polizei, der er für ihren Einsatz danke, sei es nicht zumutbar, regelmäßig den Belastungen solcher Einsätze ausgesetzt zu sein.

Es sei richtig, jetzt genau aufzuklären, die Unruhestifter konsequent zur Verantwortung zu ziehen, und nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, den Zugang für Krawallmacher in die Stadien noch besser zu kontrollieren. Er unterstütze aber auch ausdrücklich Überlegungen des Niedersächsischen Innenministers, solche Spiele zur Not auch vor leeren Rängen stattfinden zu lassen. Das wäre bitter für die Vereine und die vielen echten Fans, die einfach ein schönes Sporterlebnis genießen wollten, so Markurth, aber wenn Ereignisse wie am Dienstag anders nicht verhindert werden könnten, müsse das überlegt werden. Für Vereine, Faninitiativen und die Polizei sei es bei aller guter Vorbereitung und Präventionsarbeit nur sehr schwer möglich, so etwas ganz auszuschließen, wenn einzelne, denen es ja gar nicht um den Sport gehe, alles darauf anlegten, bewusst für Unfrieden zu sorgen.

Markurth sagte, dass Ereignisse wie am Dienstag dem Ansehen der Vereine, ihrer Fans, der beteiligten Städte und des Sports allgemein großen Schaden zufügten. „Das finde ich ausgesprochen traurig.“

„Wir distanzieren uns an dieser Stelle von den Begleiterscheinungen des U23-Heimspiels – sie sind für uns nicht zu tolerieren. Deshalb werden wir in enger Abstimmung mit der Polizei in den kommenden Tagen und Wochen alle Vorgänge auf dem Stadiongelände prüfen und unsere rechtlichen Möglichkeiten im Anschluss vollumfänglich ausschöpfen", so Voigt. Es seien seitens der Polizei bereits 121 Strafanzeigen gestellt worden. Darüber hinaus werde das Spiel weitreichendere Konsequenzen haben. Diesbezüglich werde der Verein in Absprache mit Hannover 96 das Niedersächsische Innenministerium kontaktieren.


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