Brüssel. Mastercard-CEO Michael Miebach sieht sein Kreditkartenunternehmen als möglichen Partner für den digitalen Euro.
"Wir stehen solchen Initiativen offen gegenüber", sagte er dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). "Wir verfügen über Expertise im Bereich digitaler Währungen und tun dies auch bereits in anderen Ländern", sagte Miebach, der einzige deutsche CEO an der Spitze eines US-Konzerns.
"Der Wunsch nach europäischen Zahlungslösungen ist verständlich", räumte Miebach ein. In den vergangenen Jahren habe der Konzern stark investiert, um "Technik und Datenspeicherung stärker zu lokalisieren", stellte er klar.
Mit Blick auf den Zinsdeckel für Kreditkarten, den US-Präsident Donald Trump gefordert hat, gab sich Miebach gelassen. "Der Zinsdeckel wird uns kaum treffen. Selbst wenn sich das Konsumentenverhalten ändert und Kunden weniger mit Kreditkarte zahlen: Wir wickeln Transaktionen aller Art ab", so Miebach. "Solange sie Mastercard als Zahlungsmittel nutzen, egal ob als Kredit- oder Debitkarte, ändert sich bei uns nicht viel."
Mastercard offen für Partnerschaft zum digitalen Euro
Mastercard-CEO Michael Miebach sieht sein Kreditkartenunternehmen als möglichen Partner für den digitalen Euro. "Wir stehen solchen Initiativen offen gegenüber", sagte er dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe).
Euromünze (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

