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Masterstudenten schicken ferngesteuerte Autos ins Rennen

von Max Förster


Die Masterstudenten sowie die Dozenten Professor Dr. Andreas Ligocki (vorne, sechster von rechts ) und Professor Dr. Ing. Sven Lippardt (vorne, fünfter von rechts) präsentieren die fünf ferngesteuerten Autos. Fotos: Max Förster
Die Masterstudenten sowie die Dozenten Professor Dr. Andreas Ligocki (vorne, sechster von rechts ) und Professor Dr. Ing. Sven Lippardt (vorne, fünfter von rechts) präsentieren die fünf ferngesteuerten Autos. Fotos: Max Förster Foto: Max Förster

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18.12.2015




Wolfenbüttel. Im Rahmen einer Vorlesung hatten 22 Studenten des Masterstudienganges Maschinenbau die Aufgabe, insgesamt fünf ferngesteuerte Autos zu entwerfen, die zum Teil aus 3D gedruckten Einzelteilen bestehen mussten. In drei verschiedenen Rennen konnten dann die Studenten ihr ingenieurwissenschaftliches Schaffen testen.

Drei Monate hatten die Studenten Zeit, ihr eigenes ferngesteuertes Auto zu konstruieren und herzustellen. Hierfür erhielten sie von Professor Dr. Andreas Ligocki und Professor Dr. Ing. Sven Lippardt, die das Projekt betreuten, ein Starterkid, das eine Fernsteuerung, eine Radaufbringung und eine Federung enthielt. Vorgabe war es, vereinzelte Teile durch ein 3D-Druckverfahren zu erzeugen. Für den Druck stand den Studenten eine Summe von 30 Euro zur Verfügung. Weitere 150 Euro konnten dazu genutzt werden, eventuell benötigte Einzelteile zur Herstellung hinzuzukaufen. Ansonsten waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Der Schnellere gewinnt



3D gedruckte Pokale für die Gewinner der Rennen. Foto: Max Förster



Drei Rennen waren zu meistern. Ein "Dragster"-Rennen, bei dem es um die Beschleunigung ging, ein Slalom-Rennen und ein Rundparcours, der mit einer Rampe versehen war, mussten die selbstkonstruierten Fahrzeuge überstehen. So war die Spannung beim letzten und entscheidenden Rennen bei den fünf Gruppen entsprechend hoch - nicht nur, weil man natürlich als Erster ins Ziel gelangen wollte, sondern auch, dass man die Überfahrt der Rampe heil überstehe. Wurde die Rampe verfehlt, gab es zudem fünf Strafsekunden. Bis auf verlorene Federkissen, leicht lädierte Querlenker und ein paar gebrochener Federelemente ging das Abenteuer jedoch für alle gut aus. Für die drei Gewinner gab es als Überraschung dann noch besondere Pokale. Denn diese sind ebenfalls das Produkt eines 3D Druckes.


Dozenten loben die Arbeit



Das Gewinnerauto des Rundparcours. Foto: Max Förster



Die Ingenieursarbeit der Masterstudenten fließen in die Note mit ein, erklärte Professor Dr. Andreas Ligocki, der für den Bereich 3D Druck und Konstruktion beim Projekt verantwortlich war. Er freut sich sehr über das Ergebnis: "Innerhalb von zwölf Wochen haben die Studenten hier fünf vollkommen unterschiedliche Autos hergestellt.", so Professor Dr. Andreas Ligocki. Bis kurz vor Ende haben, so der Professor, die Studenten an ihren Autos gewerkelt. Der letzte Druck sei diese Nacht fertig geworden und um 6 Uhr sei mit dem Schrauben angefangen worden, verriet er. "Und das Ganze trotz der Klausur, die sie heute um 8 Uhr früh bei mir schreiben mussten." Auch Professor Dr. Ing. Sven Lippardt, verantwortlich für den Bereich Fertigung und Konstruktion, lobte ebenfalls die Arbeit. "Es ist beeindruckend, dass es alle Teams geschafft haben, rechtzeitig fertig zu werden. Und auch wenn sie wie Spielzeugautos aussehen, ist das, was die Studenten geleistet haben, echte Ingenieurskunst.", so Professor Dr. Ing. Sven Lippardt.


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