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Matthäuspassion in der Marktkirche Goslar



Goslar

Matthäuspassion in der Marktkirche Goslar


Foto: Goslarer Kantorei
Foto: Goslarer Kantorei

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Goslar. Am Sonnabend, den 1. April wird um 18 Uhr die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach in der Marktkirche Goslar aufgeführt. Das Werk zählt zu den bedeutendsten Werken der Musikgeschichte und den großartigsten Werken des Leipziger Meisters.



Der Musikwissenschaftler Hermann Keller schrieb einst: „Sie hören nicht nur Bachsche Musik, sondern Sie nehmen Teil an der Leidensgeschichte Jesu Christi, "wie Sie uns berichtet der heilige Evangelist Matthäus". Sie hören diesen Bericht, bereichert durch Strophen aus Passionsliedern und durch andächtige Betrachtungen in der Eindringlichkeit der Musik Bachs.“

Der Choral wird von etwa vierzig Kindern aus Goslar und Umgebung gesungen


Die Vielfältigkeit der Textvorlagen gab Bach die Möglichkeit, alle musikalischen Formen der damaligen Musik anzuwenden: Große, vom Orchester begleitete Chöre, schlichte Choräle, Rezitative, Arien, und Arien mit dazu tretendem Chor. Die musikalischen Mittel, die Bach für die musikalische Gestaltung der Passionsgeschichte aufbietet, sind gewaltig: zwei vierstimmige Chöre, die teils einander gegenübergestellt werden, teils sich zur Achtstimmigkeit vereinigen, zwei Orchester, Orgel und die Solostimmen als Vertreter der handelnden Personen. Außerordentlich vielfältig ist die Rolle des Chores. Er ist Mitträger der Handlung, wenn er die Jünger Jesu darstellt oder das aufgeregte Volk, das die Kreuzigung Jesu verlangt, er repräsentiert aber ebenso die Gemeinde in den schlichten Choralsätzen. Besonders großartig ist der Eingangschor, in dem die Töchter Zions um den Herrn klagen, dann aber ein dritter Chor den Choral "O Lamm Gottes unschuldig" anstimmt und unsern Blick über die wogende Volksmenge hinweg zum Kreuz erhebt, an das der Gottessohn angeschlagen ist. Der Choral wird in dieser Aufführung von etwa vierzig Kindern aus Goslar und Umgebung gesungen, die seit Februar fleißig dafür proben.


Auch die Goslarer Kantorei bereitet sich mit ihren etwa 100 Sängerinnen und Sängern seit Anfang des Jahres auf dieses beeindruckende Werk vor, das sie gemeinsam mit dem Göttinger Barockorchester unter dem Konzertmeister Hans-Henning Vater und den Solisten Magdalene Harer (Sopran), Gerald Thompson (Alt), Jan Hübner (Tenor), Peter Kooij (Bass), Ralph Beims (Bass – Christusworte) unter der Leitung von Propsteikantor Gerald de Vries aufführen wird.
Die Karten von 5 bis 30 Euro sind im Vorverkauf bei opus 57 musikalien in der Schilderstraße (05321/339668) und am Konzerttag ab 17 Uhr an der Abendkasse erhältlich.


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