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Mausmobil der Ärzte gegen Tierversuche kommt nach Braunschweig



Braunschweig

Mausmobil der Ärzte gegen Tierversuche kommt nach Braunschweig


Das Mausmobil der Ärzte gegen Tierversuche kommt am 26. August nach Braunschweig auf den Schlossplatz. Symbolfoto: Sina Rühland
Das Mausmobil der Ärzte gegen Tierversuche kommt am 26. August nach Braunschweig auf den Schlossplatz. Symbolfoto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. tourt mit ihrem auffälligen Fahrzeug „Mausmobil“ durch Deutschland, um über Tierversuche und tierversuchsfreie Forschung zu informieren. Im Fokus steht ihre neue Kampagne für ein Verbot besonders leidvoller Tierversuche, welche EU-Recht verbietet, Deutschland jedoch uneingeschränkt zulässt.

In Braunschweig ist das Mausmobil am Freitag, den 26. August 2016 von 11 bis 18 Uhr auf dem Schlossplatz. „Unter dem Deckmantel der Depressionsforschung müssen Ratten und Mäuse bis zur Erschöpfung schwimmen oder werden bis zur Hilflosigkeit mit Elektroschocks traktiert. Die EU-Tierversuchsrichtlinie sieht derartige Versuche mit schwerem Leid verbunden und verbietet sie daher. Deutschland nutzt aber Ausnahmemöglichkeiten und erlaubt auch diese schlimmsten Tierversuche“, so Christian Ott, Neurobiologe und Steuermann des Mausmobils, zur Kampagne „Schwimmen bis zur Verzweiflung“, die die Umsetzung des Verbots für Tierversuche mit Schweregrad „schwer“ in Deutschland erreichen will.

Die Ärztevereinigung hat zahlreiche Beispiele von „schwer belastenden“ Tierversuchen aus deutschen Laboren enthüllt, die vor geltendem Recht nicht genehmigungsfähig sind. Parallel hat sie Beschwerde bei der EU-Kommission gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die EU-Richtlinie eingereicht. Ott sammelt auf seiner Route Unterschriften, informiert und diskutiert. „Tierversuche geschehen noch immer im Verborgenen und die Grausamkeiten sowie fatalen Folgen für Tiere und Menschen sind kaum bekannt. Tierversuche sind ein Irrweg der Wissenschaft, weil die Ergebnisse nicht übertragbar sind. So ist es völlig absurd, menschliche Depression in zum Schwimmen gezwungenen Ratten simulieren zu wollen“, erläutert der Neurobiologe. „Leistungsstarke tierversuchsfreie Forschung liefert dagegen sinnvolle, für den Menschen relevante Erkenntnisse. Die Bürger gehören aufgeklärt und nicht durch die mächtige Tierversuchslobby manipuliert“, so Ott.


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