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Mehr als 100 Arbeitnehmer streiken für mehr Geld und Anerkennung

Auf dem Wolfenbütteler Schloßplatz rief ver.di zu einem Warnstreik auf.

von Anke Donner


ver.di rief am Donnerstag zu einem Warnstreik auf.
ver.di rief am Donnerstag zu einem Warnstreik auf. Foto: Anke Donner

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15.10.2020

Wolfenbüttel. Mehr als 100 Streikende des öffentlichen Dienstes fanden sich am Donnerstagmorgen auf dem Schlossplatz in Wolfenbüttel ein, um ihrer Forderung nach mehr Geld und Anerkennung Ausdruck zu verleihen.



Unter den Streikenden waren unter anderem Beschäftigte der Stadt und des Landkreises Wolfenbüttel, des Stadtbades, der Stadtwerke, des Jobcenters und der Agentur für Arbeit. Auch Erzieher der kommunalen Kitas waren sehr zur Freude von Corinna Jahr von ver.di Braunschweig in den Arbeitskampf eingebunden. 4,8 Prozent (mindestens aber 150 Euro) mehr Lohn und 100 Euro mehr für die Auszubildenden fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die Beschäftigten. Jahr machte ihrem Unverständnis darüber Luft, dass auch nach zwei Verhandlungsrunden kein Angebot von den Arbeitgebern kam. Daher müssen die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes jetzt weiter Druck machen. "Das ist für mich eine eindeutige Botschaft. Und das können wir uns so nicht gefallen lassen", so Jahr und erntete dafür großen Beifall aus der Menge.

Corinna Jahr von ver.di zum Streik in Wolfenbüttel:



Corinna Jahr von ver.di Braunschweig. Foto: Anke Donner


Dass den Beschäftigten im Dienst, speziell den Erzieherinnen und Erziehern, mehr Lohn und Anerkennung zustehe, sagt auch der stellvertretende Landrat Uwe Schäfer, der an dem Streik teilnahm. "Es ist wichtig, den Leuten hier Respekt zu zollen. Ohne diese Menschen geht es nicht. Der Staat würde nicht funktionieren, wenn wir den öffentlichen Dienst nicht hätten. Es ist wichtig, sich dem Thema zu stellen", erklärt er seine Anwesenheit und sagt weiter: "Als Vater von drei Kindern weiß ich, was wir an den Erzieherinnen und Erziehern haben."


Klaus Kühle, Personalrat Landkreis Wolfenbüttel und der stellvertretende Landrat Uwe Schäfer begleiteten den Streik. Foto: Anke Do.nner


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