Gifhorn

Mehr Kooperation zwischen Landkreis Gifhorn und Isenbüttel


Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff und Landrat Dr. Andreas Ebel arbeiten zukünftig noch enger zusammen. Foto: Landkreis Gifhorn
Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff und Landrat Dr. Andreas Ebel arbeiten zukünftig noch enger zusammen. Foto: Landkreis Gifhorn Foto: LK Gifhorn

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01.03.2017

Gifhorn. Bereits ab dem 1. März wird der Landkreis die Bezügeabrechnung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Samtgemeinde Isenbüttel und deren Mitgliedsgemeinden übernehmen.


Grundlage hierfür ist eine auf Dauer angelegte, öffentlich-rechtliche Vereinbarung der beiden Kommunen, die gestern im Schloss Gifhorn unterzeichnet wurde.

Hiermit wird der bereits eingeschlagene Weg einer Intensivierung der Interkommunalen Zusammenarbeit, zwischen dem Landkreis Gifhorn einerseits und den kreisangehörigen Gebietseinheiten andererseits, konsequent fortgesetzt. Denn bereits zum 1. Januar hat der Landkreis mit fünf seiner Gebietseinheiten, darunter auch der SG Isenbüttel, einen IT-Verbund gegründet. Vorausgegangen sind intensive Gespräche beider Verwaltungen, die zu der Erkenntnis führten, dass gerade in so genannten Querschnittsbereichen, wie EDV und Personal, eine verstärkte Zusammenarbeit letztlich für beide Seiten erheblich Vorteile bietet.

„Der Landkreis verspricht sich eine noch stärkere Verwebung mit seinen kreisangehörigen Gebietseinheiten. Er steht gern als kompetenter Service-Dienstleister, unter anderem für die Bezügesachbearbeitung, zur Verfügung. Denn aufgrund seines relativ größeren Personalkörpers kann er unter anderem Fallkonstellationen abdecken, die bei einer Samtgemeinde relativ selten vorkommen“, erläutert Landrat Dr. Andreas Ebel.

Synergien erwartet


Insofern muss von der Samtgemeinde Isenbüttel, die diese Aufgabe bisher in Eigenregie erledigte, Spezialwissen nicht ganzjährig vorgehalten werden und -so Ebel weiter- „wir können auf diesem Sektor neben unserer eigenen Personalabrechnung bereits auf unseren Erfahrungsschatz mit anderen Gebietseinheiten zurückgreifen. Denn wir führen bereits seit Jahren für die SG Hankensbüttel und die Gemeinde Sassenburg sowie seit Januar 2017 auch für die SG Boldecker Land die Personalabrechnung erfolgreich und effizient durch.“

„Für die Samtgemeinde bedeutet die Aufgabenabwicklung durch den Landkreis überdies den Rückgriff auf vertraute und bekannte Ansprechpartner innerhalb der kommunalen Familie“, unterstreicht Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff die Sinnhaftigkeit der Zusammenarbeit. Gerade hier war es bei der Samtgemeinde in der Vergangenheit bei Ausfallzeiten des einzig zuständigen Sachbearbeiters zu Engpässen gekommen. „Wir haben bei unserer Entscheidung eine anstehende Personalfluktuation genutzt und uns für den Landkreis als Partner entschieden“, ergänzt SGBM Metzlaff weiter. Natürlich spielt hier aber auch der Wirtschaftlichkeitsaspekt eine Rolle.

Sparen durch Zusammenarbeit


Der Landkreis kann günstige Konditionen gewähren, da die Aufgabenerledigung ohne Gewinnerzielungsabsicht erfolgt und sich für die Samtgemeinde, also gegenüber der bisherigen Situation, als mindestens kostenneutral darstellt. Nicht zuletzt haben deshalb die jeweiligen politischen Gremien beider Kommunen im Vorfeld der Vereinbarung einstimmig zugestimmt.

Unabhängig davon, erhofft sich die Kreisverwaltung, durch die in Rede stehende weitere Aufgabenübernahme, eine Signalwirkung auch für andere kreisangehörige Gebietseinheiten.

Der Landkreis ist darüber hinaus ausdrücklich offen für weitere Gespräche mit den Gebietseinheiten hinsichtlich einer Umsetzung weiterer interkommunaler Kooperationen. Denn nur durch die Fortsetzung des bereits eingeschlagenen Weges, der Bündelung von Kompetenzen, wird eine künftige und effiziente Aufgabenerledigung angesichts immer knapper werdender Ressourcen möglich sein.


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