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Mehr Lebensqualität und regionstreu - Das sind die aktuellen Umzugstrends

Natürlich hat auch Corona seine Auswirkungen gehabt. Eine aktuelle Studie des Startups Homeweek zeigt bundesweite und regionale Tendenzen auf.

von Alexander Dontscheff


In unserer Region nehmen sich die Menschen besonders viel Zeit für die Umzugsplanung. Symbolbild
In unserer Region nehmen sich die Menschen besonders viel Zeit für die Umzugsplanung. Symbolbild Foto: pixabay

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29.07.2020

Region. Mehr als neun Millionen Deutsche ziehen jährlich um. Doch meist geht es dabei um kleinere Sprünge. Die durchschnittliche Entfernung zwischen der alten und neuen Wohnung beträgt bundesweit 58,15 Kilometer in unserer Region sind es sogar nur 56,87 Kilometer. Das geht aus einer aktuellen Umzugsstudie des Startups Homeweek hervor. Zudem geht der Trend ins Ländliche. 21,95 Prozent der Umzüge in unserer Region gehen in Bereiche mit geringerer Siedlungsdichte, nur 9,76 Prozent streben eine höhere Siedlungsdichte an. Beim Großteil (68,29 Prozent) gibt es keine nennenswerte Unterschiede.


Die Corona-Krise hatte auch auf diesen Lebensbereich ihre Einflüsse. Im ersten und zweiten Quartal 2020 ist die Zahl der Umzüge bundesweit stark zurückgegangen. „Knapp 38 Prozent der befragten Wohnungsunternehmen verzeichnen weniger Anfragen“, wird Carsten Ens vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen in der zur Studie gehörenden Pressemitteilung zitiert. Dagegen gehe der Trend dahin, wenn man sich zu einem Umzug entschieden habe, diesen von einem Profi durchführen zu lassen. Der Anteil habe sich in einigen Gebieten im Vergleich zum Vorjahr von 10 auf 30 Prozent erhöht.

Viel Zeit für die Planung


Für die Planung eines Umzugs nehmen sich die Menschen in unserer Region mit knapp 62 Tagen besonders viel Zeit. Im Bundesschnitt sind es nur 57 Tage. Die durchschnittliche Wohnungsgröße ist mit 72,63 Quadratmetern dagegen etwas geringer als der bundesweite Mittelwert von 74,03 Quadratmetern. 95,44 Prozent der Umzüge werden in unserer Region privat finanziert, in 4,29 Prozent der Fälle gibt es Unterstützung vom Amt.

Nur wenige Singles ziehen um


Etwas überraschend sind die Motive für einen Umzug. Lediglich 6,31 Prozent geben hier bundesweit berufliche Gründe an, und auch der familiäre und private Faktor ist mit 35,16 Prozent nicht die Nummer Eins. Weit mehr als die Hälfte (58,56 Prozent) wollen ihre Lebensqualität erhöhen und ihr Wohnumfeld verbessern. Ebenfalls nur einen geringen Anteil an den Umzügen haben Single-Haushalte (5,26 Prozent). Den Löwenanteil - nämlich exakt die Hälfte - machen Zwei-Personenhaushalte aus, gefolgt von Haushalten mit vier und mehr Personen (25 Prozent) und drei Personen (19,74 Prozent). Die Organisation des neuen gemeinsamen Domizils übernehmen die Deutschen zu 59,09 Prozent als Team. Ansonsten ist dies eher Frauen- als Männersache (31,82 zu 9,09 Prozent).

Die Umzugsstudie 2020 fußt auf 86.254 internen Datensätzen aus 2019, die das Startup Homeweek ausgewertet hat und einer repräsentativen Onlinebefragung von 11.016 Personen, die in den letzten 16 Monaten umgezogen sind.


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