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Millionen-Förderung für neue Wohnungen auf der Kälberwiese



Braunschweig

Millionen-Förderung für neue Wohnungen auf der Kälberwiese

von Nick Wenkel


Die ehemalige Sportanlage Kälberwiese an der Feldstraße. Hier sollen neue Wohnungen entstehen. Foto: Alexander Dontscheff.
Die ehemalige Sportanlage Kälberwiese an der Feldstraße. Hier sollen neue Wohnungen entstehen. Foto: Alexander Dontscheff. Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Auf dem Gelände der ehemaligen Sportanlage Kälberwiese an der Feldstraße wird das Wohngebiet Feldstraße mit rund 500 neuen Wohneinheiten entwickelt. Mit einer Förderzusage des Landes über drei Millionen Euro für die Bodensanierung ist dieses Projekt nun einen großen Schritt vorangekommen.



Da sich auf den künftigen Wohnbauflächen Auffüllungen mit belastetem Bodenmaterial befinden, sind zunächst entsprechende Bodensanierungsmaßnahmen erforderlich. Die vorliegenden Flächen enthalten heterogene Schadstoffbelastungen mit erhöhten Schwermetall- und PAK-Konzentrationen (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Es soll ein Austausch des belasteten gegen schadstofffreies Bodenmaterial erfolgen, so dass die geplante Wohnnutzung dauerhaft auf Flächen ohne Bodenverunreinigungen gewährleistet ist.

Sanierung für nachhaltige Nutzung


Dafür hatte die Stadt im Herbst 2016 einen Förderantrag im Programm „Brachflächenrecycling – Sanierung von verschmutzten Flächen“ bei der NBank des Landes Niedersachsen gestellt. Das Förderprogramm unterstützt Städte dabei, brachliegende Flächen mit belasteten Böden für eine nachhaltige Nutzung zu sanieren. Gefördert wird die Sanierung der schädlichen Bodenveränderungen mit 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Hierfür hat die Verwaltung nun einen Förderbescheid über rund drei Millionen Euro erhalten.

Zügige Vorbereitungen


„Ich freue mich, dass mit Hilfe der bewilligten Fördermittel die Realisierung dieses gesamtstädtisch bedeutsamen Wohngebietes entscheidend unterstützt und vorangetrieben wird“, sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Die Stadt wird die Maßnahmen zur Vorbereitung der Bodensanierung zügig einleiten. Dazu erfolgen zunächst Ausschreibung und Vergabe der eigentlichen Sanierungsmaßnahme, die von einem zertifizierten Bodengutachterbüro begleitet wird. Ein Beginn der Sanierung ist nach der Vegetationsperiode ab Anfang November 2017 möglich.

Bürger werden eingebunden


Parallel wird an der Aufstellung des Bebauungsplans gearbeitet. Derzeit werden die Unterlagen für die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange nach § 4(2) Baugesetzbuch erstellt. Nach Auswertung der in der Beteiligung eingehenden Stellungnahmen wird für eine Teilfläche ein hochbaulicher Wettbewerb ausgelobt. Mit Fortschreiten des Bebauungsplanverfahrens ist eine weitere Bürgerbeteiligung vorgesehen, um die Öffentlichkeit intensiv einzubinden.


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