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Ministerin Honé besucht Ostfalia-Standort Wolfsburg



Ministerin Honé informiert sich an der Ostfalia über Innovationsprojekte

Forschende der Fakultäten Fahrzeugtechnik und Gesundheitswesen präsentieren ihre aktuellen Arbeiten.

Von links nach rechts: Prof. Dr. Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung sowie Prof. Dr. Robin Vanhaelst aus der Fakultät Fahrzeugtechnik.
Von links nach rechts: Prof. Dr. Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung sowie Prof. Dr. Robin Vanhaelst aus der Fakultät Fahrzeugtechnik. Foto: Ostfalia Hochschule

Wolfsburg. Selbstlernende, vollautomatisierte Transportfahrzeuge für die Industrie 4.0, die Möglichkeiten der Nano-Röntgen Computertomographie sowie eine App für den Einsatz in der Behindertenhilfe – Einblick in diese Innovationen hat Niedersachsens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, bei ihrem Besuch am heutigen Dienstag am Ostfalia-Standort Wolfsburg erhalten.



Die präsentierten Projekte stehen stellvertretend für mehr als 40 Projekte, für die die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in der vergangenen Förderperiode (2014-2020) erfolgreich Mittel aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben hat. Mehr als 20 Millionen Euro waren es im Programm „Innovationen durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen“. Die Innovations- und Infrastrukturprojekte wurden zu einem wesentlichen Teil durch eine Kofinanzierung durch das Land Niedersachsen ermöglicht.

Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, zeigte sich erfreut: „Ich habe heute an der Ostfalia spannende Projekte sehen können, die die Innovationskraft der Region weiter stärken können. Im Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft können wir in der Region Lösungen finden, die das Leben der Menschen verbessern.“ Ostfalia-Präsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger sagte: „Die Mittel aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung machen einen bedeutenden Teil unserer Forschungsmittel aus und ermöglichen zahlreiche praxisnahe und innovative Projekte.“


Einblick in die Forschung


Bei ihrem Besuch in Wolfsburg erhielt Ministerin Honé tieferen Einblick in drei dieser Projekte, die die Bandbreite der Themen deutlich machen. Prof. Dr. Robin Vanhaelst zeigte die Einsatzmöglichkeiten des Nano-Röntgen-Computertomographen (NanoXCT). Mit dieser hochauflösenden Technik kann die innere Struktur von Gegenständen zerstörungsfrei in 3D bis in den Submikrometer-Bereich analysiert werden. Die Nano-Röntgen-Computertomographie hat ein sehr breites Einsatzspektrum und wird an der Ostfalia in den Forschungsschwerpunkten Fahrzeugbau, Kunststoffe und Materialwissenschaften, Intelligente Systeme für Energie und Mobilität sowie Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz verwendet. Beispielsweise können die Forschenden dank dieser Technik die innere Zerstörung von Objekten nach Crash-Tests begutachten oder das Innenleben von Batterien durchleuchten.


Christoph Rohmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Selbstlernendes Transportsystem“, demonstrierte auf einer Teststrecke im Laborgebäude, wie die hochautomatisierten Transportfahrzeuge funktionieren, an denen das Forschungsteam seit drei Jahren arbeitet. Unter der Leitung der Professoren Dr. Harald Bachem und Dr. Bernd Lichte beschäftigt sich das Team mit der Entwicklung eines selbstlernenden Transportsystems. Die Fahrzeuge können ihre Routenplanung ohne physische Leitliniensysteme durchführen. Einsatz finden Systeme dieser Art beispielsweise in Logistik- und Produktionsumgebungen. Die Erkenntnisse aus diesem und anderen Forschungsprojekten fließen unmittelbar in die Lehrveranstaltungen ein, so dass Studierende der Fahrzeugtechnik eine praxis- und forschungsnahe Ausbildung auf den Gebieten der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit sowie der Regelungstechnik erhalten.

Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Hasseler gab einen Einblick in die Ergebnisse des Forschungsprojekts „EiBeMeB – Einschätzung gesundheitlicher und pflegerischer Bedarfe von Menschen mit geistigen und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen“. Menschen mit geistiger Behinderung stoßen auf vielschichtige Barrieren, auch im Gesundheitssystem. Ein Forschungsteam der Fakultät Gesundheitswesen hat gemeinsam mit Praxispartnern eine webbasierte App entwickelt, die sowohl in Wohneinrichtungen als auch in der ambulanten und stationären Versorgung dabei unterstützen soll, die gesundheitlichen und pflegerischen Bedarfe von Menschen mit Behinderungen besser einschätzen zu können.


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