Mit dem eigenen Computer das Coronavirus bekämpfen

Mit der Initiative kann jeder von Zuhause helfen Corona in den Griff zu bekommen. Doch das Programm zielt nicht nur auf Corona.

von Niklas Eppert


Mit Folding@home kann jeder vom Sofa aus einen Beitrag zur Krankheitsbekämpfung leisten.
Mit Folding@home kann jeder vom Sofa aus einen Beitrag zur Krankheitsbekämpfung leisten. Foto: Pixabay

Region. Mit der Initiative "Folding@home" kann jeder, der einen Computer hat, einen Beitrag zur Bekämpfung von COVID-19 leisten. Mit dem Programm wird die Entwicklung von Proteinen simuliert, aus denen Viren bestehen. Außerdem helfen andere Proteine den Viren, das Immunsystem zu umgehen. Diese Vorgänge wollen die Forscher nachvollziehen - und damit helfen, ein Gegenmittel zu finden. Doch mit Folding@home wird nicht nur gegen das Coronavirus gearbeitet. Auch für Krankheiten wie Alzheimer oder das Huntington Syndrom können Simulationen gefahren werden.


Grundsätzlich kann jeder das Programm herunterladen und laufen lassen. Wie viel Leistung seines Rechners man zur Verfügung stellen möchte, kann flexibel eingestellt werden. So könnte das Programm auch im Hintergrund laufen, wenn der Nutzer seinen Computer anderweitig nutze. Die Einstellungen müssten einfach angepasst werden. Natürlich, so kann man der Seite der Initiative entnehmen, sei das Programm effektiver, je mehr Leistung es zur Verfügung habe. Einen Beitrag leiste jedoch jeder, der Simulationen laufen ließe - unabhängig von der Leistung. Jede Simulation zähle.

Folding@home ist bereits seit 2001 verfügbar, hat jedoch durch die Coronapandemie einen enormen Popularitätsschub erfahren, als der Grafikkartenhersteller NVIDIA Gamer dazu aufrief, ihre meist sehr leistungsfähigen Computer in den Dienst der Virologie zu stellen und Folding@home herunterzuladen.


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