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Mittelalterliche Grundlagen des frühneuzeitlichen Ägyptenbildes



Wolfenbüttel

Mittelalterliche Grundlagen des frühneuzeitlichen Ägyptenbildes


Am 10. September findet ein Vortrag in der HAB statt. Foto: Jan Borner
Am 10. September findet ein Vortrag in der HAB statt. Foto: Jan Borner Foto: Archiv

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Wolfenbüttel. Thomas Scharff spricht in einem öffentlichen Abendvortrag im Rahmen der Jahrestagung des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Renaissanceforschung „Ägypten übersetzen“ am Montag, 10. September 2018 um 19 Uhr in der Augusteerhalle der Bibliotheca Augusta über das Ägyptenbild im Mittelalter und dessen Einflüsse auf die moderne Ägyptenrezeption.



Zwischen dem Verlust der Kenntnis der ägyptischen Hieroglyphen in der Spätantike und den ersten Versuchen ihrer Entzifferung durch die Humanisten lagen 1000 Jahre, in denen kein Zugang zu den Texten der altägyptischen Kultur existierte. Das Ägyptenbild dieser Epoche, des Mittelalters, speiste sich vor allem aus dem Wissen griechischer und römischer Autoren, für die die Ägypter das älteste und weiseste aller Völker waren. Im Gegensatz dazu standen die biblischen Erzählungen, die ein negatives Bild Ägyptens hervorbrachten, das in der Auslegung der Bibel mit der Hölle gleichgesetzt wurde.

Der Vortrag zeigt, dass diese unterschiedlichen Quellen zusammen mit den Berichten von Pilgern, Händlern und Kreuzfahrern über das reale Land Ägypten im Mittelalter ein neues und eigenständiges, heute aber wenig bekanntes Ägyptenbild entstehen ließen, das vielfach auf die moderne Ägyptenrezeption einwirkte.



Prof. Dr. Thomas Scharff lehrt seit 2003 Mittelalterliche Geschichte an der TU Braunschweig. Seine Forschungsinteressen sind Häresie und Inquisition, mittelalterliche Schriftkultur, Historiographie im Frühmittelalter, Formen und Darstellung mittelalterlicher Königsherrschaft, Ägyptenbild des Mittelalters und Mittelalterrezeption in der Moderne.

Der Eintritt zum Abendvortrag ist frei.


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