Peine

Morgens müde: Nur 60 Prozent der Deutschen wachen erholt auf


Dr. Peter-Maximilian Müller-Marhenke referierte in der Reihe Rat und Tat im Klinikum. Foto: Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine
Dr. Peter-Maximilian Müller-Marhenke referierte in der Reihe Rat und Tat im Klinikum. Foto: Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine

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22.02.2018

Peine. Schlafstörungen sind so etwas wie ein Volksleiden. Nur rund 60 Prozent der Bevölkerung geben bei Umfragen an, morgens erholt aufzuwachen. Die Gründe dafür sind zahlreich. Über eine zuletzt veranstalteten Informationsabend berichtet der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Peine.



Im Rahmen der Reihe Rat und Tat des Peiner Klinikums und der Familienzentren Peine, Löwenzahn Vöhrum sowie St. Elisabeth informierte Dr. Peter-Maximilian Müller-Marhenke, am Mittwochabend über Schlafstörungen, Diagnose, Behandlung- und Vorsorgemöglichkeiten.

Rund 80 Besucher waren zu diesem Vortrag in die Cafeteria des Klinikums Peine gekommen. „Die Schlafdauer ist von Land zu Land unterschiedlich. So schlafen Moskauer fast neun Stunden, Japaner hingegen nicht einmal sechs Stunden pro Nacht. Generell kann man sagen, dass die Schlafdauer in den vergangenen 100 Jahren durchschnittlich um eine Stunde abgenommen hat“, erklärte der Referent.

Verschiedenste Gründe


Über verschiedene Analysemethoden im Schlaflabor könne man zum Beispiel die Schlaftiefe messen, aber auch feststellen, ob Atemaussetzer den Tiefschlaf stören und dazu führen, dass man sich am Folgetag müde und schlapp fühlt. „Schlafprobleme liegen aber erst dann vor, wenn man über drei Monate mindestens dreimal pro Woche Einschlaf- oder Durchschlafprobleme hat oder zu früh wach wird“, sagte Dr. Müller-Marhenke. Liegen die Schlafstörungen an Atemaussetzern hilft oft eine Maske, die den Luftdruck in den Atemwegen erhöht und diese dadurch freihält. Manchmal greifen auch chirurgische Methoden oder Zahnschienen, die für mehr Raum im Unterkiefer sorgen. Behandeln sollte man in jedem Fall, denn Atemaussetzer in der Nacht können letztendlich sogar zu Problemen im Herz-Kreislauf-System führen.

Im Anschluss an den Vortrag gab es noch eine Fragerunde mit den Besuchern. Der nächste Termin der Reihe „Rat und Tat“ steht derzeit noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben.


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