Region. Den Menschen in der Region Braunschweig könnten wieder ganz besondere Nächte bevorstehen. Die Chancen, dass Polarlichter den nächtlichen Himmel in mystische Farben tauchen, steigen derzeit stark an. regionalHeute.de weiß, woran das liegt.
Vor genau zwei Monaten startete das Jahr mit einem echten Highlight: Zahlreiche Polarlichter tanzten über den nächtlichen Himmel. Es gab Sichtungen in der ganzen Bundesrepublik, auch in der Region war das Schauspiel zu bewundern. Das Phänomen ist eigentlich eher aus weiter nördlich gelegenen Ländern Europas wie Norwegen und Schweden bekannt, doch dank einer Phase großer Sonnenaktivität, die 2024 ihren Höhepunkt erreichte, konnten auch Menschen in unserer Region das Spektakel in den vergangenen beiden Jahren bewundern. Nun könnte es wieder so weit sein.
Sonnensturm auf dem Weg zur Erde
Die Chancen auf Polarlichter sind in diesen Tagen stark erhöht, denn am vergangenen Dienstag hat es wieder eine Sonneneruption gegeben, wie unter anderem das Portal Space Weather berichtet. Der koronale Massenauswurf befindet sich derzeit auf dem Weg zur Erde. Experten erwarten, dass der Sonnensturm am morgigen Donnerstag auf das Erdmagnetfeld trifft. Dabei werden geomagnetische Bedingungen der Stärke G2 (moderat), vereinzelt auch G3 (stark) erwartet.
Das erhöht die Chancen zusätzlich
Das Wetter spielt Himmelsbeobachtern derzeit in die Karten. Nach einer trüberen Phase zeigt sich der Himmel seit dem heutigen Mittwoch wieder nahezu wolkenlos. Auch für morgen ist noch bestes Frühlingswetter angesagt. Die Sicht auf mögliche Polarlichter wird also nicht durch Wolken beeinträchtigt. Zusätzlich findet am Wochenende die Frühlings-Tagundnachtgleiche statt. Dann stehen die Magnetfelder von Erde und Sonne in einem günstigen Winkel zueinander, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern erhöht wird. Das Phänomen ist auch als Russell-McPherron–Effekt bekannt.
So kann man die Polarlichter am besten beobachten
Wer sich in den kommenden Nächten auf die Lauer legen möchte, sollte sich für die Beobachtung einen möglichst dunklen Standort fernab von Städten und Dörfern suchen – so stört keine künstliche Beleuchtung den Blick in den Nachthimmel. Auch ein leicht erhöhter Standpunkt mit freiem Rundum-Blick kann von Vorteil sein. Für Fotos sollte man auf seinem Smartphone den Nachtmodus wählen und nach Möglichkeit ein Stativ verwenden.
Schwache Polarlichter sind oft mit bloßem Auge kaum sichtbar. Mit einer Kamera oder der Smartphone-Kamera lassen sie sich jedoch gut einfangen, wenn das Gerät auf einem Stativ oder einer stabilen Unterlage positioniert wird, der Nachtmodus oder eine Langzeitbelichtung von mehreren Sekunden verwendet und, falls möglich, die ISO-Empfindlichkeit erhöht wird.

