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Nach Anschlag in Halle: Mahnwache am Jüdischen Denkmal



Wolfenbüttel

Nach Anschlag in Halle: Mahnwache am Jüdischen Denkmal

von Werner Heise


Die Mahnwache findet am Jüdischen Denkmal statt. Archivfoto: Sina Rühland
Die Mahnwache findet am Jüdischen Denkmal statt. Archivfoto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Wolfenbüttel. Nach dem antisemitischen Anschlag in Halle vom gestrigen Mittwoch, laden Landrätin Christiana Steinbrügge, Bürgermeister Thomas Pink und Wolfenbüttels "Erinnerer" Jürgen Kumlehn am Freitag zu einer Mahnwache am Jüdischen Denkmal ein. Die Versammlung beginnt um 15 Uhr, Ecke Schulwall/Harztorplatz, gegenüber vom ehemaligen Hotel Kronprinz.



Auch in Wolfenbüttel herrscht Entsetzen und Traurigkeit über den Angriff auf die Synagoge von Halle und die damit verbundenen tödlichen Schüsse. Die morgige Mahnwache soll zum einen ein Zeichen der Trauer sein, aber auch deutlich machen: In Wolfenbüttel ist für Antisemitismus oder Gewalttaten jeglicher Art kein Platz.

Alle Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler, die dies auch so sehen, sind eingeladen, an dieser Gedenkstunde teilzunehmen. Nach einer gemeinsamen Schweigeminute wollen Landrätin, Bürgermeister und Jürgen Kumlehn deutliche Worte zur derzeitigen Entwicklung in Deutschland finden. „Es wurde viel zu lange weggeschaut und leichtfertig ignoriert, wie Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Beleidigungen in sozialen Medien aber auch in der Politik wieder salonfähig wurden. Dies alles dürfen wir nicht länger kommentarlos und achselzuckend hinnehmen", so die Initiatoren der Gedenkstunde.


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