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Nach der Demo bekamen die Fußballfans Hausverbot im Schloss



Braunschweig

Nach der Demo bekamen die Fußballfans Hausverbot im Schloss

von Frank Vollmer


Die Fußballfans zogen bei der Demonstration auch am Schloss vorbei. Im Nachgang erhielten sie dort Hausverbot, was für einige Verwirrung sorgte. Foto: Privat
Die Fußballfans zogen bei der Demonstration auch am Schloss vorbei. Im Nachgang erhielten sie dort Hausverbot, was für einige Verwirrung sorgte. Foto: Privat

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Braunschweig. Nach ihrer Teilnahme an der Demonstration gegen das geplante niedersächsische Polizeigesetz NPOG wollten einige Fußballfans noch im Schloss einkaufen gehen. Verdutzt mussten sie feststellen, dass ihnen dort ein „Platzverweis“ ausgesprochen wurde und ihnen der Zugang in das Braunschweiger Einkaufszentrum verwehrt blieb.



„Bitte gehen sie jetzt oder wir rufen die Polizei!“


So berichteten mehrere Einzelpersonen unabhängig voneinander, sie seien beim privaten Einkaufen nach der Demonstration in den Schloss Arkaden vom Wachschutz angesprochen und zum direkten Gehen aufgefordert worden. Bernhard G., der mit seiner Lebensgefährtin shoppen wollte erzählt: „Während des Einkaufs wurden wir in einem der Gänge einem Sicherheitsdienst-Mitarbeiter abgefangen und bekamen mitgeteilt, dass wir sofort das Gebäude verlassen müssen, da wir Hausverbot haben.“


Auf Nachfrage entgegnete der Sicherheitsmann, es läge keine Verwechslung vor und alle Demonstrationsteilnehmer hätten Hausverbot. „Wenn wir nicht sofort das Gebäude verlassen, würde er die Polizei rufen“,erklärt G., der auch von anderen ähnlichen Fällen berichtet, die er beim Herausgehen persönlich mitbekam.

Wachmann hatte sich auf das Shirt eingeschossen


Am Mittwoch äußerte sich nun Centermanagerin Anne Marschner zu den Vorwürfen: „Im Zuge der Demonstration betrat zunächst ein größerer Pulk von etwa 50 bis 100 Personen grölend und mit Bierflaschenin der Hand unserHaus. Bierflaschen sind in der Ladenstraße grundsätzlich nicht gestattet“, stellt Marschner klar. Wegen der Glasflaschen und zum Schutz ihrer Kunden habe man in Absprache mit dem Sicherheitsdienst der Gruppe den Zutritt in das Gebäude verwehrt.

Von Einzelfällen wie bei G. sei Marschner bis zur Anfrage unserer Zeitung und der Blau-Gelben Hilfe nichts bekannt gewesen. „In dieser Situation wurde ich leider nicht persönlich einbezogen. Ich hätte da auch ein wenig anders reagiert“, betont Marschner. Zwischenzeitlich hatsie mit dem verantwortlichen Sicherheitsmann gesprochen und die Sache aufgeklärt. Dazu räumtdie Centermanagerin ein: „Er hatte sich auf das Demo-Shirt eingeschossen und falsch gehandelt.“ Sie habe intern noch einmal darauf hingewiesen, dass es für die Schloss Arkaden keine Anordnung gibt, die eine bestimmte Kleiderform verbietet. „Das wird nicht wieder passieren“, verspricht Anne Maschner.

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Das Motto-Shirt der Demonstration. Foto:


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