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Nach Förderungszusage des Landes: Dafür werden die neuen Digitalprofessuren verwendet

Mit den vom Land geförderten Digitalprofessuren wird die TU Braunschweig daran arbeiten, Technologie im Bereich Maschinenbau, Architektur und Bauingenieurwesen miteinander stärker zu vernetzen.

Die TU Braunschweig.
Die TU Braunschweig. Foto: Sina Rühland

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30.07.2020

Braunschweig. Die Technische Universität Braunschweig hat jetzt drei von insgesamt 50 Digitalisierungsprofessuren des Landes Niedersachsen erhalten. Die Professuren für Software Systems Engineering in Mobility, Digital Construction und Neuromorphic Computing sind an der Carolo-Wilhelmina in den Schwerpunkten Mobilität, Stadt der Zukunft und Metrologie angesiedelt. Sie stärken die Informatik als Kerndisziplin der Digitalisierung in Forschung, Lehre und Transfer. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die Informatik und die technischen Ingenieurwissenschaften – insbesondere das Bauingenieurwesen, die Architektur, den Maschinenbau und die Elektrotechnik – noch stärker zu vernetzen. Dies berichtet die TU Braunschweig.


„Die Professuren stärken unsere Forschungsschwerpunkte und zahlen damit direkt auf unsere Zukunftsstrategie ein“, so Professorin Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig. „Sie sind an den interdisziplinären Schnittstellen angesiedelt, wo neue Forschungsprojekte und –verbünde entstehen können.“

„Dieser Schub für die Digitalisierung in Forschung und Lehre an der TU Braunschweig ist höchst willkommen“, erklärt Vizepräsident für Digitalisierung und Technologietransfer Manfred Krafczyk. „Durch die neuen Professuren können wir wichtige Forschungsprojekte mit hoher Relevanz für Wirtschaft und Gesellschaft angehen. Unsere Studierenden können wir noch umfassender für die digitalen Herausforderungen ihrer zukünftigen Karrierewege fit machen.“

Die TU-Digitalprofessuren im Überblick


- Professur für Neuromorphic Computing (Institut für Datentechnik, Fakultät 5)

- Professur für Digital Construction (Institut für Tragwerksentwurf, Fakultät 3)

- Professur für Software Systems Engineering in Mobility (Institut für Softwaretechnik und Fahrzeuginformatik, Fakultät 1)

Brücke zwischen Quantentechnologie und Informationstechnik


Die Professur für Neuromorphic Computing ist im Forschungsschwerpunkt Metrologie angesiedelt und stärkt das Exzellenzcluster QuantumFrontiers. Unter dem Begriff Neuromorphic Computing werden Computerplattformen zusammengefasst, die die Funktionsprinzipien des Gehirns nachbilden. Solche neuromorphen Systeme gelten als nächste Stufe der Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Quantentechnologie mit den Aktivitäten im Exzellenzcluster QuantumFrontiers bietet eine optimale Plattform zur Realisierung solcher neuromorpher Strukturen.

Kompetenzen in Bau- und Architekturinformatik


Die Professur für Digital Construction verstärkt im Forschungsschwerpunkt „Stadt der Zukunft“ die bestehenden Kompetenzen im Bereich der Bau- und Architekturinformatik. Die Digitalisierung von Baufabrikation ist ein wesentlicher Schlüssel für eine zukünftig ressourceneffiziente und emissionsarme Bauwirtschaft. Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Bauwesens und insbesondere in der additiven Fertigung ermöglichen in durchgängig digitalen Prozessen die Fertigung vom Entwurf her zu denken (design-driven) und neuartige materialeffiziente und emissionsarme Konstruktionen herzustellen.

Intelligente Softwarelösungen für die Mobilität


Die Professur für Software Systems Engineering in Mobility im Forschungsschwerpunkt Mobilität erweitert das Gebiet des Software Engineering an der TU Braunschweig um das Forschungsgebiet des Systems Engineering und der Betriebssicherheit in intelligenten und autonomen Systemen. Die Ausgangsbasis bildet das Exzellenzcluster SE²A, das die nachhaltige und energieeffiziente Luftfahrt erforscht. Die Professur ergänzt dessen luftfahrt-technologische Ansätze um das Thema Software-Systeme. Intelligente Softwarelösungen werden für zukünftige Mobilitätsbedarfe eine unverzichtbare Rolle spielen, gerade, wenn es um die Verringerung der Emissionen geht.

Weitere Informationen zu den Digitalprofessuren


Ab 2021 stellt das Land jährlich 8,76 Millionen Euro für die insgesamt 50 Digitalisierungsprofessuren zur Verfügung. Weitere 42 Millionen Euro werden an temporären Mitteln bereitgestellt, um im Wettbewerb um die besten Köpfe starke Argumente vorweisen zu können.

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