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Nach großer Enttäuschung: Wolfenbüttel bekommt ein neues Schützenfest



Wolfenbüttel

Nach großer Enttäuschung: Wolfenbüttel bekommt ein neues Schützenfest

Das über die Jahre eingeschlafene Schützenfest will sich in diesem Jahr völlig neu erfinden. Vom 19. bis 22. Juni findet es auf dem Schlossplatz statt.

von Werner Heise


Der Zapfenstreich der Schützen im Jahr 2013. Jetzt will man sich völlig neu erfinden.
Der Zapfenstreich der Schützen im Jahr 2013. Jetzt will man sich völlig neu erfinden. Foto: Thorsten Raedlein

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Wolfenbüttel. Man kann es nicht leugnen: Das Wolfenbütteler Schützenfest war in den letzten Jahren alles andere als ein wirkliches Fest. Doch das soll sich jetzt wieder ändern. Vom 19. bis 22. Juni laden die Sportschützen Wolfenbüttel, gemeinsam mit der Schloß Schänke und der Festhalle Marris auf den Wolfenbütteler Schlossplatz ein und versprechen ein "Bürger- und Schützenfest" im neuen Gewand.



Neben einem Festzelt mit DJ und "It's-my-life-Party" sollen die Besucher auch mehrere Familien-Attraktionen und ein Bürgerfrühstück erwarten. Sowohl für Jung als auch für Alt sei etwas dabei, versprechen die Veranstalter auf ihrer Facebook-Seite.

Deutliche Worte gab es bereits 2018




Bereits im September 2018 war eine Neuerfindung des Schützenfestes Thema. Damals nutzte Melanie Wecke, unter anderem Deutsche Mannschaftsvizemeisterin mit der Sportpistole, eine vom Jugendparlament initiierte Gesprächsrunde mit Bürgermeister Thomas Pink, um das Anliegen der jungen Schützen vorzutragen. Von den anderen anwesenden Jugendlichen wollte Wecke damals wissen, wer, im Vergleich zum Schützenfest in Braunschweig oder Goslar, überhaupt mitbekommen habe, dass es ein Schützenfest in Wolfenbüttel gab.

"Geschmäcker ändern sich"



Thomas Pink erinnerte sich daraufhin an die Zeiten, als das Schützenfest auf dem Stadtmarkt "eine riesen Attraktion war." Als Beamtenanwärter bei der Stadt Wolfenbüttel sei es für ihn damals der Höhepunkt des Jahres gewesen. Seit dem sei aber auch vieles anders. Man müsse bedenken, dass sich Zeiten, Interessen und Geschmäcker ändern. Und man müsse diskutieren, wie das Schützenwesen heute in der Bevölkerung und vor allem bei der jungen Generation ankommt, bemerkte Pink bei der Gesprächsrunde im September 2018. Unabhängig davon kritisierte Pink die bisherige Wahl der Sommerferien als Zeitpunkt für das Fest sowie dessen Bewerbung. "Ihr müsst euch aber auch bewegen", forderte er und gab zu bedenken, dass man mit Autoscootern heute niemanden mehr vom Hocker reiße.


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