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Nach Hochwasser droht Totalausfall bei Weizen und Kartoffeln

von André Ehlers


Überflutete und durchnässte Felder machen den Landwirten in der Region große Probleme. Foto: Anke Donner
Überflutete und durchnässte Felder machen den Landwirten in der Region große Probleme. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner)

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31.07.2017

Region. Das Hochwasser könnte für einige Landwirte in der Region katastrophale Auswirkungen haben. Das erklärte Ulrich Löhr der Vorsitzende des Landvolkes Braunschweiger Land e.V. gegenüber unserer Online-Zeitung. Demnach drohten bei der Weizen- und der Kartoffelernte Totalausfälle.



„Am schlimmsten betroffen sind natürlich die Landwirte, die ihre Felder direkt an den Fußauen haben”, so Löhr. Grundsätzlich machten aber auch sämtliche durchnässten und aufgeweichten Böden Probleme. „Wir tasten uns seit zwei Tagen langsam mit den Mähdreschern und Traktoren voran”, beschreibt der Braunschweiger Landvolk-Chef die Situation, „hier und dort sind ja auch unsere Kampfspuren zu sehen, wo wir mit den schweren Maschinen stecken geblieben sind.”

Kurz vor dem Ziel reißt die Achillessehne


Bei den betroffenen Landwirten ist der Frust groß. „Sie müssen sich das wie bei einem Langstreckenlauf vorstellen”, sagt Löhr, „sie sehen die Ziellinie vor Augen und auf einmal reißt die Achillessehne”. Der Weizen sei erntereif und müsse von den Feldern, sonst drohten große Einbußen bei der Qualität. Bei den Kartoffeln sei das Problem, dass man in diesem Jahr vermehrt mit Kraut- und Knollenfäule zu kämpfen habe. Wenn man hier nicht regelmäßig behandeln könne, drohe der Totalausfall.

Landwirte fotografieren Schäden


Hoffnung macht die Wetterlage. „Es wird jeden Tag ein bisschen besser”, ist Löhr optimistisch. Derzeit sind die Mitglieder aufgerufen, Schäden auf den Feldern zu dokumentieren und zusammen mit Fotos beim Verband einzureichen. Damit sollen dann beim Land finanzielle Hilfen angestrebt werden. Andererseits gehöre das Wechselspiel der Natur zum Geschäft. „Wir Landwirte sind an Schwankungen bei der Ernte gewöhnt und rufen nicht sofort nach der Unterstützung des Landes”, erklärt der Landvolk-Vorsitzende.


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