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Nach Hochwasserschäden: Holzbrücke in der Domstraße soll weg



Goslar

Nach Hochwasserschäden: Holzbrücke in der Domstraße soll weg

von Alexander Dontscheff


Auch die Verkehrsführung im Bereich der Domstraße soll auf den Prüfstand. Foto: Archiv/Anke Donner
Auch die Verkehrsführung im Bereich der Domstraße soll auf den Prüfstand. Foto: Archiv/Anke Donner Foto: Anke Donner)

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Goslar. Geht es nach der Verwaltung, soll nach den Hochwasserschäden nur die Steinbogenbrücke in der Domstraße saniert werden. Die benachbarte Holzbrücke wird nicht ersetzt. Zudem wird in der Vorlage, die kommenden Donnerstag im städtischen Ausschuss für Bauen und Umwelt thematisiert wird, gefordert, die Verkehrsführung im Bereich Domstraße zu überprüfen.



Die historische Steinbogenbrücke über die Abzucht wurde durch das Hochwasser im Juli 2017 beschädigt. Betroffen durch die Unterspülungen seien überwiegend die Fundamente sowie das seitliche Natursteinmauerwerk gewesen. Im Gewölbebereich sei es zu größeren Fugenausspülungen und Mauerwerksschäden gekommen, das Gewölbe sei jedoch weiterhin tragfähig und könne erhalten werden. Die Steinbogenbrücke soll nun mit einem geschätzten Aufwand von zirka 70.000 Euro wieder instand gesetzt werden. Die hölzerne Sohlgleite unter der Brücke wurde bereits neu aufgebaut.

Die direkt neben der historischen Steinbogenbrückeliegende Fußgänger-Holzbrücke jüngeren Datumswurde ebenfalls durch das Hochwasser erheblich geschädigt. Da sowohl die Auflager als auch der Bohlenbelag beschädigt wurden,müssten auch die Hauptträger ausgetauscht werden.Die Verwaltung bevorzugt daher den Verzicht auf die Holzbrücke undeine Verlängerung der Ufermauern bis zur Steinbogenbrücke. Die Kosten hierfür (67.000 Euro) liegen etwa in gleicher Höhe wie die für einen Neubau einer Holzbrücke an gleicher Stelle(65.000 Euro).

Holzbrücke alsAbflusshindernis


Die Holzbrücke habe sich bei den letzten Hochwasserereignissen als Abflusshindernis erwiesen, da es aufgrund der Nähe der Brücke zur Absturzkante beim Abzweig des Mühlengerennes zur Verkantung von Treibgut gekommen ist, heißt es in der Begründung der Verwaltung. Weiter stelle die neuzeitliche Holzbrücke eine Beeinträchtigung der denkmalgeschützten historischen Steinbrücke dar.Hinsichtlich des Verkehrs könne auf eine gesonderte Brücke für Fußgänger an dieser Stelle verzichtet werden. Die Domstraße dürfe ausschließlich von Anliegern benutzt werden, und auch die angrenzenden Straßen verfügten nur teilweise über benutzbare Gehwege. Die Benutzung der Fahrbahn durch Fußgängersei im gesamten Abzuchtviertel üblich. Auch wirtschaftlichsei der Beseitigung der Holzbrücke der Vorzug zu geben, da hierdurch dauerhaft keine Unterhaltungskosten mehr anfallen würden.

Verhinderung vonDurchgangsverkehr


Der letzte Punkt des Antrages bezieht sich auf die geplante Eröffnung des Kulturmarktplatzes (KMP). Mit diesem entstehe ein neues Ziel südlich der Abzucht. Die Erschließung desMarktplatzes für den Auto-Verkehr soll über die Wallstraße / Glockengießerstraße erfolgen. Die Zufahrt aus dem Bereich Breite Straße / Charley-Jacob-Straße soll soweit wie möglich minimiert werden, insbesondere da die Kurve von der Abzuchtstraße in die Königstraße nur eingeschränkt befahren werden könne. Die Verwaltung werde daher beauftragt, Möglichkeiten zur Verhinderung des Durchgangsverkehrs zu überprüfen.

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