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Nach Sportheim-Brand: SpVg Süpplingen plant Neubau



Nach Sportheim-Brand: SpVg Süpplingen plant Neubau

Das neue Vereinsheim soll etwas größer werden, als das alte.

von Julia Fricke


Das Sportheim ist im Oktober komplett niedergebrannt. (Archivbild)
Das Sportheim ist im Oktober komplett niedergebrannt. (Archivbild) Foto: aktuell24(DC)

Süpplingen. Ende Oktober vergangenen Jahres brannte das Vereinsheim der Spielvereinigung (SpVg) Süpplingen 1920 komplett nieder. Die Ursache war zunächst unklar, stellte sich jedoch schon bald als Brandstiftung heraus (regionalHeute.de berichtete). Auf dem Gelände des einstigen Vereinsheims hat sich jedoch einiges getan, wie Dirk Klein, Vorsitzender der SpVg Süpplingen gegenüber regionalHeute.de berichtet. So konnte auch schon mit der groben Planung eines neuen Vereinsheims begonnen werden.



Das abgebrannte Gebäude wurde komplett zurückgebaut. Alles ist ebenerdig. Allein der Stromkasten sei noch vorhanden, wie Klein weiter berichtet. Auf der Fläche soll ein neues Vereinsheim entstehen. Hierzu hat eine Architektin bereits eine erste Zeichnung aufgestellt. "Das finden wir schonmal recht gut und waren auch bereits mit der Gemeinde im Gespräch." Diese ist Eigentümerin des Grundstücks.

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So sehen die Überlegungen aus


Das alte Vereinsheim hatte eine Größe von etwa 150 Quadratmetern. Nun soll es mit zirka 180 Quadratmetern etwas größer werden. Es sind Kleinigkeiten, die dazukommen, denn bei dem Bau des alten Heims habe es bestimmte Auflagen noch nicht gegeben, die heute jedoch umgesetzt werden müssen. So müsse ein Behinderten-WC eingebaut werden. Dies macht auch breitere Gänge notwendig. Auch ein Wickeltisch soll dazukommen. Hinzu kommt außerdem, dass Toiletten und Waschbecken getrennt sein sollen. Ebenso verhält es sich im Küchenbereich. Dieser müsse getrennt vom Tresen sein, was einen extra Raum bedeutet. Außerdem soll das neue Gebäude Platz für zirka 60 Personen bieten.


Doch auch die Gemeinde hatte sich mit einer eigenen Idee an die Spielgemeinschaft gewendet. Da es in Süpplingen keinen größeren Raum gebe, in dem die Gemeinde Veranstaltungen durchführen könnte, wäre die Unterbringung von bis zu 100 Personen in dem neuen Gebäude von Vorteil. Hierzu müsse jedoch noch eine Planung gemacht und die Kosten ermittelt werden.

Versicherung übernimmt Schadenssumme



Insgesamt sei bei dem Brand eine Schadenssumme von 150.000 bis 160.000 Euro entstanden. Hinzu kommen würden Nebenkosten von 20.000 Euro und Abrisskosten von 20.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Zusammen seien dies zirka 210.000 Euro, die von der Versicherung übernommen werden. Die Kosten für den Wiederaufbau seien bei etwa 220.000 bis 225.000 Euro angesetzt, so Klein weiter. "Wir haben Spendengelder in Höhe von 17.000 bis 18.000 Euro erhalten. Darüber sind wir auch sehr froh. Wir wollen das Geld jedoch nicht einfach nur in Steine umsetzen", erklärt Klein. "Wenn möglich wollen wir einen Kinderspielplatz in kleiner Form daneben bauen und das Gelände, zumindest was seitens der Nord-Elm-Halle kommt, einzäunen." So wolle man sich vor Vorfällen, wie dem letzten wenigstens ein bisschen schützen. Der Spielplatz solle der Jugend zugutekommen.

Komme die Gemeinde "mit ins Boot" müsse in mehreren Bauabschnitten gearbeitet werden. So sei ein Abschnitt durch die Versicherung gedeckt, ein weiterer durch die Spielvereinigung und der dritte, also die Vergrößerung, müsste von der Gemeinde abgedeckt werden.

Wann kann mit dem Neubau begonnen werden?


Innerhalb des ersten Quartals des Jahres müsse abgewartet werden, ob sich die Gemeinde dazu entschließt bei dem Bauvorhaben mitzuwirken, sodass es im zweiten Quartal in die Mehrplanung gehen könne. Im dritten Quartal könnten dann schon erste handwerkliche Tätigkeiten ausgeführt werden, hofft Klein. Ob diese Zeit ausreicht, könne er jedoch nur schätzen.


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