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Nach Streit: Bürgermeister verbannt Gelbe Säcke aus dem Rathaus



Wolfenbüttel

Nach Streit: Bürgermeister verbannt Gelbe Säcke aus dem Rathaus

Der Auftritt eines älteren Ehepaares am heutigen Mittwoch habe das Fass zum Überlaufen gebracht.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Ab sofort wird es im Wolfenbütteler Rathaus keine Gelben Säcke mehr für die Bürger geben. Diese Entscheidung hat Bürgermeister Thomas Pink getroffen, nachdem "wüste Beschimpfungen" bei nicht mehr vorrätigen Säcken gegen die städtischen Mitarbeiter zugenommen hätten.



Der Auftritt eines älteren Ehepaares am heutigen Mittwoch habe das Fass zum Überlaufen gebracht, erklärt Bürgermeister Thomas Pink in einer offenbar nur kurz nach dem Zwischenfall verschickten Pressemitteilung, seine Entscheidung. Nachdem der Ehemann erst die Mitarbeiterin in der Telefonzentrale beschimpft haben soll, habe er dann noch lautstark gedroht "dem Pink jetzt mal welche auf den Sack hauen" zu wollen.

"Ich bin nicht bereit, weiterhin solche Entgleisungen hinzunehmen", sagt der Rathauschef, der in solchen Äußerungen eine deutliche Verrohung der Gesellschaft sieht.


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"Nicht unsere Aufgabe"


Bereits in der Vergangenheit habe es regelmäßig verbale Angriffe und Gewaltandrohungen gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegeben, wenn Gelbe Säcke nicht oder nicht in ausreichender Menge verfügbar waren, heißt es in der Pressemitteilung.

"Die Ausgabe von gelben Säcken ist nicht unsere Aufgabe, sondern eine freiwillige Dienstleistung für den Landkreis. Und diese Dienstleistung wird es, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung künftig vor Anfeindungen dieser Art zu schützen, im Rathaus nicht mehr geben. Zuständig sind der Landkreis beziehungsweise das von ihm beauftragte Entsorgungsunternehmen", heißt es aus dem Rathaus abschließend.

Hier gibt es Gelbe Säcke


Eine Liste von Stellen, an denen die Gelben Säcke weiterhin erhältlich sind, findet man beim beauftragten Entsorgungsunternehmen ALBA.

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