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Nachfrage nach Wohnungen soll bis 2030 noch steigen

von Eva Sorembik


Bis 2030 soll sich der positive Trend weiter fortsetzen Foto: Sina Rühland
Bis 2030 soll sich der positive Trend weiter fortsetzen Foto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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14.10.2017

Landkreis Gifhorn. Bis 2030 werde sich der Trend einer zunehmenden Wohnungsnachfrage insgesamt im Landkreis Gifhorn fortsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt das Wohnraumversorgungskonzept, das am kommenden Mittwoch, 18. Oktober in der Sitzung des Kreistags vorgestellt wird.


Aus dem 162 Seiten umfassenden Konzept geht hervor, dass die Zahl der Haushalte, die Wohnraum im Landkreis nachfragen, 2030 höher sein wird als derzeit. Zurückzuführen sei derfortgesetzte günstige Trend auf diegute wirtschaftliche Situation in der gesamten Wolfsburg-Braunschweiger Region, die auch zukünftig für einen stetigen Zuzug arbeitssuchender Haushalte auch in den Landkreis Gifhorn sorgen werde.Wie schon in den vergangenenJahren werde sich dies auch zukünftig positiv auf die Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern und auch nach Mehrfamilienhäusern auswirken, so die Einschätzung für den Landkreis. Für den Landkreis gelte es deshalb,das vorhandene Wachstumspotenzial zu nutzen und sich noch stärker als bislang als familienfreundlicher Wohnstandort zu positionieren. Neu in den Landkreis ziehende Erwerbstätige würdenaber auch nach attraktiven Mietwohnraum nach. Ebenfalls steigen werde nach der Studie auch dieZahl der älteren Haushalte, was eine Intensivierung von altersgerechten Wohnangeboten erfordere.

Unterschiedliche Entwicklungsschwerpunkte im Nord- und Südkreis


Laut der Studie werde sich die insgesamt positiveEntwicklung allerdings in unterschiedlichem Maße im Landkreis Gifhorn vollziehen. Während die Stadt Gifhorn und das südliche Kreisgebiet vor allem aufgrund der Nähe zu Wolfsburg und Braunschweig auch zukünftig eine starke Wohnungsnachfrage erleben werden, werde sich der Wohnungsmarkt im nördlichen Kreisgebiet zunehmend entspannen, so die Prognose. In Wittingen und Hankensbüttel werde in geringerem Maße als im südlichen Kreisgebiet und in der Stadt Gifhorn das Thema Neubau von Wohnraum im Fokus stehen, sondern angesichts der dort überalterten Wohnungsbestände auch der Umbau des Wohnungsbestands.

Dieser Prozess starte schon jetzt etwa im attraktiven Wittinger Zentrum, für das ein Entwicklungskonzept im Rahmen des gerade beschlossenen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) vorliegt, heißt es weiter in der Mitteilungsvorlage des Kreisverwaltung. Es werde aber auch im Norden noch Neubaunachfrage geben.

Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dassdie wachsende Wohnungsnachfrage auch die Kaufpreise und Mieten für Wohnraum im Südkreis und in der Stadt Gifhornin den letzten Jahren steigen ließ. Hier kommees zukünftig darauf an, ausreichend Wohnbauland – sowohl für den klassischen Ein- und Zweifamilienhausbau als auch für die vermehrt zu realisierenden an die jeweiligen Siedlungsstrukturen angepassten Mehrfamilienhäuser zu entwickeln, so dass der Preisauftrieb zumindest gebremst werden würde.

Geförderter Wohnungsbau gefragt


Das Wohnraumversorgungskonzept gehtvon einem Bedarf von insgesamt bis zu rund480 zusätzlichen geförderten Wohnungen im Landkreis Gifhorn bis 2030 aus. Der größte Teil davon entfalle auf die Stadt Gifhorn. Hier werden nach Angaben der Verwaltung bereits in den kommenden drei bis vier Jahren zirka200 geförderte Wohnungen gebaut.


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