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Naturerlebnispfad im Landkreis Goslar wird mit 29.000 Euro gefördert



Naturerlebnispfad im Landkreis Goslar wird mit 29.000 Euro gefördert

Das Geld stammt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Weitere 30.000 Euro steuert die Verwaltung auf Beschluss des Kreistages bei.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: regionalHeute.de

Goslar. Mit einer Summe von 29.000 Euro unterstützt die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) die Errichtung eines neuen Naturlehrpfades im Landkreis Goslar. Weitere 30.000 Euro steuert die Verwaltung auf Beschluss des Kreistages bei. Entstehen soll der Lehrpfad im Landschaftsschutzgebiet „Salzgitterscher Höhenzug“. Neben Informationstafeln sollen an markanten Orten sogenannte Erlebnisstationen gebaut werden. Dies teilt der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung mit.



„Die Landschaft, die überwiegend als FFH-Gebiet geschützt ist“, so Rainer Schlicht vom Landkreis Goslar, „soll so besser erlebbar gemacht werden. Dabei soll der Pfad nicht nur einen Beitrag zur Naherholung und gegebenenfalls des sanften Tourismus leisten, sondern natürlich steht auch die Umweltbildung im Fokus der Überlegungen. Vor allem die junge Generation soll für die Natur begeistert werden. Selbstverständlich wird immer dort, wo es möglich ist, an Menschen mit einem Handicap gedacht, sodass auch hier ein Besuch möglich sein wird.“ Die pädagogische Zielsetzung unterstreicht auch Karsten Behr, Geschäftsführer der NBU: „Sowohl die geologischen Prozesse als auch die Nutzung des Gebiets mit ihren Bodenschätzen haben das heutige Landschaftsbild geprägt und geschaffen. Aus unserer Sicht ist es daher sinnvoll, die Besucherinnen und Besucher gezielt auf diese Besonderheiten hinzuweisen und für die Einzigartigkeit zu sensibilisieren.“

Der südliche Teil des Salzgitterschen Höhenzugs liege am Nordrand des Landkreises Goslar und grenze an das Gebiet der Stadt Salzgitter, wo sich der Waldrücken fortsetze. Der Höhenzug sei aus Sicht des Naturschutzes als auch der Geologie und der Landeskunde eine Besonderheit und ausgesprochen schutzwürdig. Landnutzungsformen wie die Mittelwaldwirtschaft und die beweideten Kalkhalbtrockenrasen hätten den bestehenden Artenreichtum gefördert und diese einzigartige Landschaft erschaffen. Anteil am Erscheinungsbild habe ferner der Bergbau.



Träger des Lehrpfad-Projektes sei der Landkreis Goslar. Für die Umsetzung würden sich der Verein Natur- und Umwelthilfe Goslar, die Kreisgruppe Goslar des Naturschutzbundes NABU sowie die Niedersächsischen Landesforsten (Forstamt Liebenburg) verantwortlich zeigen. Der ehrgeizige Zeitplan sehe eine Fertigstellung des Projektes bis zum 30. Juni kommenden Jahres vor. Die vier Partner würden das Projekt fachlich begleiten, unterstützen die Umsetzung von Einzelmaßnahmen praktisch und übernehmen als Eigentümer Mitverantwortung für den langfristigen Bestand des Lehrpfades. Das Projekt werde von einem gemeinsamen Arbeitskreis begleitet. Ferner sei eine Kooperation mit dem Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen angedacht.


Welche Maßnahmen sind geplant?


Zehn Informationstafeln inklusive QR-Codes an Pfählen sollen inhaltlich entworfen und an markanten Stellen aufgestellt werden. Unter anderem solle mindestens eine in der Nähe des Vereinsheims der Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V. und des Artenschutzturms im Bereich der ehemaligen Grube Fortuna installiert werden, weil dort auch der Einstieg für Führungen geplant sei. Weiterhin sollen vier interaktive Naturerlebnis-Stationen gebaut werden. Zum Beispiel solle eine Station der Beobachtung einer regelmäßigen Uhu-Brut im Bereich des Artenschutzturms dienen (Livecam, Spektiv). Außerdem sollen Kommunikationsmittel (Flyer, Wanderkarten mit Informationen, Abreißkalender, Gestaltung einer Homepage) erstellt werden.


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