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Neubau Harzburger Hof: Kreistag schafft Vorrausetzungen



Goslar

Neubau Harzburger Hof: Kreistag schafft Vorrausetzungen

von Anke Donner


Der Kreistag hat am Montag die Änderung des Landschaftsschutzgebietes "Harz" beschlossen. Foto: Anke Donner
Der Kreistag hat am Montag die Änderung des Landschaftsschutzgebietes "Harz" beschlossen. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Goslar/Bad Harzburg. Der Kreistag hat in seiner Sitzung am Montag die Änderung des Landschaftsschutzgebietes "Harz" beschlossen und damit den Weg für den Neubau des Hotels "Harzburger Hof" geebnet. An der Stelle, wo nur noch die Brandruine eines einst exklusiven Hotels stand, soll nun bald ein Neubau entstehen.



Bereits im Frühjahr hatte der Investor das Vorhaben im Gespräch mit regionalHeute.de konkretisiert und über Details zum Neubau gesprochen. An der Stelle, an der bis heute die abgebrannte Ruine des Harzburger Hofs steht, will er neue Gästeunterkünfte schaffen. Soweit der Plan. Um das Vorhaben umsetzen zu können, muss aber unter anderem das zu bebauende Gebiet aus dem Landschaftsschutzgebiet entlassen werden. Dieser Änderung stimmte der Kreistag am Montag zu. Doch nicht ohne Gegenwehr der Bürgerliste.

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Detlef Vollheyde. Foto: Werner Heise




Detlef Vollheyde (Bürgerliste) kritisierte das Vorhaben und kündigte zu Beginn seines Redebeitrags an, dass seine Fraktion dem Antrag nicht zustimmen werde. "Das soll nicht bedeuten, dass wir uns grundsätzlich gegen eine erneute Bebauung der Fläche stellen. Ganz im Gegenteil. Den Wiederaufbau an dieser Stelle begrüßen wir ganz besonders und freuen uns, dass es Investoren gibt, die ihre Pläne verwirklichen wollen. Dies jedoch in den Grenzen des derzeitigen Planungsrechtes", so Vollheyde und berief sich bei seiner Begründung auf die Stellungnahmen der Naturschutzverbände, die dem Vorhaben zumTeil kritisch gegenüberstehen. Die Naturfreunde Niedersachsen e.V. äußerten gegen dieErweiterung der Baugrenzen und die Entlassung aus dem Landschaftsschutz bestehen Bedenken. Der Verein führt an, dass das geplante Vorhaben nicht mit den Vorgaben der Raumordnung vereinbar sei. "Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern geliehen. Ich bemühe mich, meinen Beitrag zum Erhalt unserer Flora zu leisten. Fangen Sie bitte auch endlich damit an", so Vollheyde.

Abgeordnete teilen Kritik nicht


Das übrige Gremium stand der Änderung nicht kritisch gegenüber und stimmte dem Verwaltungsvorschlag zu.


In dem betreffenden Bereich ist geplant, die überbaubaren Flächen im bestehenden Bebauungsplan „Am Kurpark“ zu ändern. Dadurch ist es erforderlich, die vorhandene Überschneidung zwischen der Abgrenzung des Bebauungsplans sowie dem Landschaftsschutzgebiet in Teilbereichen der bisher nicht überbaubaren Flächen zurück zu nehmen, indem der Geltungsbereich des Bebauungsplans vollständig aus dem Landschaftsschutzgebiet entlassen wird.

Nach Bewertung der im Rahmen eines vorangegangenen Verfahrens abgegebenen Stellungnahmen und der fachgutachterlich dargelegten Auswirkungen des Vorhabens hatte die Verwaltung empfohlen, die beantragte Fläche aus dem Landschaftsschutz zu entlassen. Das Interesse der Stadt Bad Harzburg an der touristischen Weiterentwicklung sei in diesem Fall höher zu gewichten, als das Interesse am Fortbestehen des Schutzstatus. Dabei sei auch berücksichtigt worden, dass der Standort bereits früher als Hotel genutzt wurde und entsprechend vorgeprägt sei, führte die Kreisverwaltung aus.

Der Rat der Stadt Bad Harzburg wird sich am heutigen Dienstag ebenfalls mit dem Thema befassen. Hier soll dann unter anderem geklärt werden, ob derBebauungsplan geändert wird.

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