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Neubau von städtischen Kitas: Fachkräfte gesucht



Wolfsburg

Neubau von städtischen Kitas: Fachkräfte gesucht

von Kai Baltzer


Bildunterschrift: Iris Bothe, Oliver Syring und Katharina Varga (v.l.n.r.) präsentierten das Pilotprojekt von Stadt und Wolfsburg AG. Foto: Stadt Wolfsburg
Bildunterschrift: Iris Bothe, Oliver Syring und Katharina Varga (v.l.n.r.) präsentierten das Pilotprojekt von Stadt und Wolfsburg AG. Foto: Stadt Wolfsburg Foto: Stadt Wolfsburg

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Wolfsburg. Die Stadt schafft zahlreiche neue Plätze in der Kindertagesbetreuung. In der gestrigen Ratssitzung wurden unter anderen drei Objektvorlagen zum Neubau von drei städtischen Kindertagesstätten (Detmerode, Westhagen, Stadtmitte) mit jeweils drei Krippen- und Kindergartengruppen verabschiedet.

Diese drei Kitas werden zusätzlich zum laufenden Ausbau- und Modernisierungsprogramm in einer modularen Systembauweise mit kurzer Bauzeit errichtet. Die städtische Kita Kästorf befindet sich bereits im Bau und wird ebenfalls Platz für jeweils drei Krippen- und Kindergartengruppen bieten. Insgesamt werden dadurch 480 neue Krippen- und Kindergartenplätze im neuen Kitajahr 2017/2018 geschaffen. Für den Betrieb dieser neuen Einrichtungen sind mehr als 100 pädagogische Fachkräfte nötig.


Für eine erfolgreiche Akquise der pädagogischen Fachkräfte hat sich die Stadt Wolfsburg die Wolfsburg AG als Partner mit ins Boot geholt. Mit vereinten Kräften soll in einem Pilotprojekt deutschlandweit nach geeigneten Bewerbern gesucht werden, um die fristgerechte Inbetriebnahme der vier neuen städtischen Kindertagesstätten gewährleisten zu können.

„Wir vereinen unsere Expertisen, um schnell viele gut geeignete Fachkräfte zu finden“, erläutert Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. „Wir legen unsere herausragende Betreuungsqualität, die modernen Raumkonzepte und das sehr gute Fort- und Weiterbildungsprogramm als Anreize für neue Fachkräfte in die Waagschale, dazu kommen die Vorteile Wolfsburgs als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. Die Wolfsburg AG weiß, wo sie suchen muss, spricht die Fachkräfte an, und unterstützt beim Ankommen in der Stadt“, so Bothe weiter.


Oliver Syring, Vorstand der Wolfsburg AG, sieht in der gemeinsamen Suche nach pädagogischen Fachkräften eine spannende Herausforderung: „Wir haben Erfahrungen in der Fachkräftegewinnung, auch im Ausland, sowie in der Integration und in Relocation-Services. Dadurch können wir den Interessenten ein attraktives Gesamtpaket anbieten.“

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Bald können mehr Kinder betreut werden. Symbolbild Foto: Robert Braumann

Vor dem Hintergrund der im pädagogischen Bereich angespannten Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt betont Syring die überregionale Ausrichtung der Anwerbung. „Wir sehen unsere Chance in der aufsuchenden Personalarbeit, das heißt, wir sprechen angehende Fachkräfte im In- und Ausland direkt in den relevanten Berufsbildenden Schulen oder auf Bewerber-Messen an. Daneben nutzen wir natürlich unsere Netzwerkkontakte und die bekannten Online- und Offline-Stellenmärkte.“

Dieses Vorgehen wird von der Stadt Wolfsburg begrüßt und unterstützt. „Gemeinsam mit den anderen Trägern in Wolfsburg realisieren wir seit langem eine Kampagne und ein zentrales Online-Bewerbungs-Portal mit „Wolle Wolfsburg“ zur trägerübergreifenden Fachkräftegewinnung, durch die wir sehr erfolgreich Personal für die Wolfsburger Kindertagesstätten akquirieren konnten und können. Diese Kampagne wird auch weiterlaufen“, erläutert Katharina Varga, Leiterin des Geschäftsbereiches Jugend.

Das Pilotprojekt zwischen Stadt Wolfsburg und Wolfsburg AG ist zunächst auf neun Monate begrenzt, eine Verlängerung und die Erweiterung dieses Ansatzes zur Fachkräftegewinnung für die gesamte Wolfsburger Kita- und Trägerlandschaft sind denkbar. Denn die Stadt will den Ausbau der Kindertagesbetreuung auch in den kommenden Jahren weiter vorantreiben.

Hintergrundinformation:


Das Kindertagesstätten-Programm der Stadt Wolfsburg besteht derzeit aus drei Säulen:

Das laufende Ausbauprogramm mit der quantitativen und qualitativen Schaffung von neuen Betreuungsplätzen für Kinder von 0-6 Jahren.
Das umfangreiche Modernisierungsprogramm mit hohem Qualitätsanspruch an pädagogisch moderne, zukunftsweisende Raumkonzepte.
Das schnelle Umsetzungsprogramm „5+2 Kitas“, das die kurzfristige Errichtung von bis zu sieben maximal sechsgruppigen Kitas ermöglicht und deren Umsetzung additiv zum laufenden Ausbauprogramm stattfindet.

Seit 2008 wurden fast 600 Plätze in der Krippe und fast 700 Plätze im Kindergarten geschaffen. Bis 2020 sollen weitere rund 1.700 neue Kindergarten- und Krippenplätze (Kindergarten: zusätzliche 1.029 Plätze; Krippe: zusätzliche 699 Plätze) entstehen.


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