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Neue ProSieben-Show: Wolfenbütteler in 100-Personen-WG dabei



Wolfenbüttel

Neue ProSieben-Show: Wolfenbütteler in 100-Personen-WG dabei

von Marian Hackert


Der gebürtige Wolfenbütteler Simon Jelbke ist derzeit bei der TV-Show "Get the Fuck out of my House" zu sehen. Copyright: ProSieben; Fotograf: Willi Weber; 
Bildredakteur: Tabea Werner
Der gebürtige Wolfenbütteler Simon Jelbke ist derzeit bei der TV-Show "Get the Fuck out of my House" zu sehen. Copyright: ProSieben; Fotograf: Willi Weber; Bildredakteur: Tabea Werner

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Wolfenbüttel/Berlin. 100 Menschen zusammengepfercht in einem Haus, das lediglich für eine vierköpfige Familie ausreichend Platz bietet, wenig Essen und allerhand verschiedener Charaktere - das ist das Konzept der neuen TV-Show "Get the Fuck out auf my House" auf ProSieben. regionalHeute.de sprach mit Teilnehmer Simon Jelbke über die Show und seine Beweggründe.



"Ich wollte mich einfach mal austoben", antwortetSimon Jelbke auf die Frage, warum er an der Show teilgenommen hat. Doch bis zum Einzug war es für den gebürtigen Wolfenbütteler ein steiniger Weg. "Vor einem Jahr bin ich nach Berlin gezogen. Ich hatte einfach Lust auf einen Tapetenwechsel. Dochzunächst hatte ich Schwierigkeiten einen Job zu bekommen", erzählt der gelernte Maschinen- und Anlagenführer. Über eine Anmeldung bei einer Werbeagentur bekam er erste kleine Rollen in TV-Formaten wie "Berlin - Tag & Nacht". Schließlich wurde er zum Casting zu "Get the Fuck out of my House" (GTFOOMH) nach Babelsberg eingeladen. "Mich interessierte das Experiment. Im Vorfeld musste ich ein polizeiliches Führungszeugnis und ein psychologisches Attest vorlesen", berichtet Simon Jelbke.





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100 Leute zogen zum Start der Sendung in das Einfamilienhaus. Copyright: ProSieben; Fotograf: Willi Weber;Bildredakteur: Tabea Werner.

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100 Leute auf 116 Quadratmetern


Zur Show: 100 Leute leben einen Monat lang in einem Haus. Die Tür ist nie verschlossen – die Kandidaten dürfen das Haus, damit aber auch die Show, jederzeit verlassen. Der Kandidat, der das Haus als Letzter verlässt, gewinnt 100.000 Euro. So weit, so einfach. Doch im Schnitt stehen jedem der 19- bis 82-jährigen Kandidaten genau 1,16 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Die 100 Leute müssen also auf insgesamt 116 Quadratmetern mit vier Betten, einer Küche und einem Badezimmer auskommen. Ihr Zusammenleben wird rund um die Uhr von Kameras begleitet. Es gibt Spiele im Haus, zu denen die Kandidaten gegeneinander antreten und Hausregeln, die die Kandidaten selbst aufstellen.

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"Der Trick ist, nicht zu viel Stress aufkommen zu lassen", meint Simon Jelbke. Foto:



"Ich haben einen Monat vor der Show aufgehört zu trainieren, nur noch Wasser getrunken, damit sich mein Magen verkleinert", gibt Simon einen Einblick in seine Vorbereitung auf die Show. Im Schnitt hätten die Teilnehmer lediglich Essen mit einem Brennwert von 200 Kalorien am Tag zur Verfügung. Luxusprodukte wie Tee, Kaffee und Putzmittel müssen vom erspielten Geld gekauft werden - zu horrenden Preisen, erklärt Jelbke. Zum Mangel an Essbarem kommt der extreme Stress auf kleinstem Raum hinzu. "Der Trick ist, nicht zu viel Stress aufkommen zu lassen", so Jelbke. Geschlafen habe er auf kalten Fliesen. "Dadurch hat sich meine Hüfte verschoben. Generell habe ich im gesamten Verlauf der Sendung erheblich an Gewicht verloren." Das Wichtigste war, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Einige Teilnehmer mussten bereits in der ersten Ausstrahlung der Sendung dehydriert das Haus verlassen.

"Muss sich mit dem zufrieden geben, was man hat"


Man müsse sich mit dem zufrieden geben, was man hat. Angesprochen auf die anderen Teilnehmer, hat Simon Jelbke eine differenzierte Meinung parat: "Es gab viele falsche Leute und Egoisten im Haus. Einige wollten mit Macht auffallen, dass hat man schon gemerkt." Tägliches Taktieren war an der Tagesordnung, obwohl die eigentliche Härte im Fernsehen nicht immer rüberkäme, so Jelbke. "Ich bin ein sehr offener Mensch, kann es aber nur schwer ertragen, wenn schwächere Menschen verarscht werden. Dann muss ich meine Meinung äußern", blickt er zurück auf die Zeit im Haus. Zu großes Mitleid sei hier jedoch fehl am Platze, schließlich haben sich alle freiwillig der Herausforderung gestellt. Doch nicht alle Teilnehmer waren gleich. Zu einigen hat Simon auch heute noch Kontakt. "Es war unsere Gesellschaft im Kleinen. Auf allen lastet ein ungeheurer Druck. Emotionale Zuneigung und Hass liegen sehr eng beieinander", schildert Jelbke die Situation.

"Es hätte der Dritte Weltkrieg ausbrechen können"


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Zu den Kandidaten Patrick Bohne aus Kassel und Henri Tänzer aus Riesa hat Simon (links) noch heute Kontakt. Foto:



Wie weit er es in der Show gebracht hat, könne er nicht verraten. Das Einschalten lohne sich jedoch, so viel könne er sagen. Freiwillig gehen wollte er nicht. Momentan ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit an der Show und seiner Person riesig. Das mache ihm auf der einen Seiten ein bisschen Angst, doch freut er sich auch auf die kommenden Wochen und Monate. Im Haus hatte er auch viel Zeit zur Selbstreflexion. "Da fragt man sich schon: Was macht das mit mir? Was verändert sich in Zukunft? Was habe ich in meinem Leben falsch, was richtig gemacht?", so Jelbke, der vor allem seine Freundin und Familie vermisste. Nicht zu wissen, wie es ihnen geht, war ein zusätzlicher Stressfaktor. "Es hätte der Dritte Weltkrieg ausbrechen können, wir hätten es nicht mitbekommen", scherzt er.

Eins steht für den gebürtigen Wolfenbütteler jedoch fest: "Ich würde auf jeden Fall nicht noch einmal teilnehmen!" Er wird sich nun gespannt zurücklehnen und die Sendung, die er selbst im Vorfeld nicht gesehen hat, anschauen. "Ich bin guter Stimmung und freue mich auf das, was kommt."




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