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Neue Radverkehrszeiten in der Innenstadt? Stadtverwaltung nimmt Stellung

Im Oktober letzten Jahres wurde im Bauausschuss in Aussicht gestellt, dass die Radverkehrszeiten an die Zeiten des Lieferverkehrs angepasst würden. Was fehlt, ist die Beschilderung.

von Kathrin Kühn


Wenn die Braunschweiger Innenstadt so voll ist, dürfte ein Durchkommen mit dem Fahrrad schwer sein.
Wenn die Braunschweiger Innenstadt so voll ist, dürfte ein Durchkommen mit dem Fahrrad schwer sein. Foto: Sina Rühland

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13.05.2020

Braunschweig. „Morgens zwischen 9 und 11 Uhr mit dem LKW in die Fußgängerzone? Das ist in Braunschweig kein Problem. Doch wer zur gleichen Zeit mit dem Fahrrad da lang fährt, dem droht ein Bußgeld“, beschreibt Udo Sommerfeld, Vorsitzender der Linksfraktion, die aktuelle Situation. Im November 2004 wurden die Bereiche der Braunschweiger Fußgängerzone, in denen das Radfahren bislang nicht erlaubt war, von 20 bis 9 Uhr für den Radverkehr freigegeben, wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilt. Der Lieferverkehr dagegen kann zwischen 18 und 11 Uhr in der Fußgängerzone rangieren. Darin sieht Udo Sommerfeld nicht nur ein Platzproblem, sondern eine generelle Benachteiligung des Radverkehrs in der Braunschweiger Innenstadt. Im Oktober letzten Jahres sollte dies geändert werden. Die Stadtverwaltung habe sich für eine Ausweitung der Radverkehrszeiten von 18 bis 11 Uhr entschieden. Bisher sei die Beschilderung jedoch nicht erfolgt, kritisiert Sommerfeld. regionalHeute.de hat bei der Stadtverwaltung nachgefragt, warum das so ist.


"Wie im Oktober dem Stadtbezirksrat Innenstadt und dem Bauausschuss mitgeteilt, sollen die Freigabezeiten für den Radverkehr an die Freigabezeiten für den Lieferverkehr angepasst werden", bestätigt Pressesprecher der Stadt, Rainer Keunecke. Dabei gebe es allerdings einige Details zu beachten, die für die lange Verzögerung der Beschilderung gesorgt hätten.

"Neben der zeitlichen Anpassung für den Radverkehr werden in diesem Zuge alle Verkehrszeichen mit Bezug auf die Fußgängerzone (64 Standorte) vereinheitlicht, übersichtlicher und inzwischen unnötige Formulierungen werden entfernt. Dazu laufen noch letzte Abstimmungen. Die Schilder werden dann im Juni ausgetauscht", stellt Keunecke in Aussicht. Die für die Beschilderung beauftragte Firma Bellis werde die Schilder aufstellen. Dass dies so lange gedauert habe, liege schlicht an der Vielzahl der Standorte und der verschiedenen Regelungen für die Radverkehrszonen.



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