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Neue Sozialarbeiterstellen für Schulen in sozialen Brennpunkten


Für Lebenstedt werden fünf neue Schulsozialarbeiterstellen ausgeschrieben. Symbolfoto: Ralf Westhagemann
 Symbolfoto: Ralf Westhagemann
Für Lebenstedt werden fünf neue Schulsozialarbeiterstellen ausgeschrieben. Symbolfoto: Ralf Westhagemann Symbolfoto: Ralf Westhagemann

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05.10.2017

Salzgitter. Mit 50 neuen Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte wird das Land Niedersachsen zukünftig Schulen in sozialen Brennpunkten unterstützen. Die zum Schuljahr 2017/18 mit 20 Stellen gestartete „Initiative schulische Sozialarbeit in sozialen Brennpunkten" wird um 30 weitere Stellen aufgestockt. Auch Salzgitter soll laut Kultusministerium davon profitieren.



Die Auswahl der Schulen, die mit zusätzlichen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern ausgestattet werden, ist nun getroffen. Demnach erhalten Schulen in Braunschweig, Salzgitter, Gifhorn, Göttingen, Peine, Hannover, Hildesheim, Garbsen, Emmerthal, Lüneburg, Stade, Delmenhorst, Wilhelmshaven, Emden, Quakenbrück, Leer und Großenkneten/Wildeshausen weitere sozialpädagogische Unterstützung. Allein in der Landeshauptstadt Hannover werden zwölf Schulen mit zusätzlichem sozialpädagogischen Fachpersonal verstärkt, in Salzgitter sind es sieben Schulen. Insgesamt profitieren landesweit 19 soziale Brennpunkte von den zusätzlichen Stellenzuweisungen. Für Lebenstedt werden in Kürze fünf zu besetzende Stellen durch die Landesschulbehörde ausgeschrieben und dann so zeitnah wie möglich besetzt.

„Ich freue mich sehr, dass wir insgesamt 50 zusätzliche Sozialarbeiter-Stellen an Schulen schaffen können, die unter besonders herausfordernden Voraussetzungen arbeiten. Schulische Sozialarbeit ist für alle Schulen und Schulformen gut und wichtig. Aber wir wollen Schulen mit besonders vielen Kindern, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, auch besonders unterstützen, denn sie leisten eine unentbehrliche Arbeit“, sagte die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. „Die schulischen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter leisten vor Ort eine wichtige Beziehungsarbeit. Sie ermöglichen Bildungsteilhabe und soziale Integration und entlasten Schulleitungen und Lehrkräfte. Ich bin allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich dieser herausforderungsvollen Aufgabe stellen, sehr dankbar. Sie erbringen für unsere Gesellschaft einen wichtigen Dienst“, so Heiligenstadt weiter.

Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen wie der kommunalen Jugendhilfe


Bei der Auswahl der sozialen Brennpunkte hat das Niedersächsische Kultusministerium auf unterschiedliche Kriterien wie zum Beispiel die Beteiligung am Bundesprogramm „Soziale Stadt“ zurückgegriffen. Eingeflossen sind auch schulfachliche Bewertungen durch die Landesschulbehörde und Erkenntnisse der Akteure vor Ort. Die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sollen an den Brennpunktschulen einen besonderen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen wie der kommunalen Jugendhilfe oder Beratungsstellen setzen und die Schulen bei der Elternarbeit entlasten. Weitere Arbeitsbereiche sollen Konfliktprävention, Schulverweigerung und Unterstützung bei der Integration sein. Die Finanzierung der 50 Vollzeitstellen für die Initiative schulische Sozialarbeit in sozialen Brennpunkten erfolgt aus den Globalen Mehrausgabenansätzen zur Verstärkung der Ausgaben für Flüchtlinge.

Mit der Initiative schulische Sozialarbeit in sozialen Brennpunkten setzt das Land Niedersachsen einen weiteren Schwerpunkt beim Ausbau der Schulsozialarbeit. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen die schulische Sozialarbeit im vergangenen Jahr in Landesverantwortung übernommen und rund 600 zusätzliche Stellen an allgemein bildenden Schulen eingerichtet. Insgesamt beschäftigt das Land derzeit rund 1.000 sozialpädagogische Fachkräfte an öffentlichen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen. In den kommenden Jahren wird der Ausbau fortgesetzt. Ab 2019 werden dann zirka 1.300 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte im Landesdienst zur Verfügung stehen.

Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 ist der Erlass „Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung“ in Kraft getreten, der die Arbeitsgrundlage für die neuen sozialpädagogischen Fachkräfte im Landesdienst bildet.


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