Sie sind hier: Region >

Neuer Hagenmarkt in Braunschweig - So könnte er aussehen



Neuer Hagenmarkt in Braunschweig - So könnte er aussehen

Der Planungs- und Umweltausschuss trifft am heutigen Mittwoch eine Entscheidung über die Umgestaltung des Hagenmarktes.

von Julia Fricke


In einer Präsentation zum Bürgerforum – "Gestaltungskonzept HAGENMARKT" wurde die Vorzugslösung von Sandra Morese, Ackers Partner Städtebau und Klaus Hornung, Referatsleiter Stadtbild und Denkmalpflege erläutert.
In einer Präsentation zum Bürgerforum – "Gestaltungskonzept HAGENMARKT" wurde die Vorzugslösung von Sandra Morese, Ackers Partner Städtebau und Klaus Hornung, Referatsleiter Stadtbild und Denkmalpflege erläutert. Foto: Stadt Braunschweig/Ackers Partner Städtebau

Braunschweig. Am heutigen Mittwoch entscheidet der Planungs- und Umweltausschuss über die Umgestaltung des Hagenmarktes in Braunschweig. In einer Pressemitteilung hatte die Stadt Braunschweig bereits berichtet, dass es mehr Bäume und mehr ökologisch wertvolles Grün geben solle (regionalHeute.de berichtete).



Wie aus einer Verwaltungsvorlage hervorgeht, hätten rund 60 Bürger am Bürgerforum II zur Umgestaltung des Hagenmarktes in der Stadthalle Braunschweig teilgenommen. Nach drei Werkstätten und einem einleitenden Bürgerforum I sei durch die Bauverwaltung und das beauftragte Planungsbüro Ackers Partner Städtebau das Ergebnis des vorangegangenen Planungs- und Beteiligungsprozess vorgestellt worden.

So könnte der Hagenmarkt aussehen


In einer Vorzugslösung werde vorgesehen den gesamten Stadtraum gestalterisch stärker als Einheit wirken zu lassen. Dies solle zum Beispiel über einheitliche Oberflächen, Möblierungen und neu gepflanzte Baumarten geschehen. Auch eine bessere Querungsmöglichkeit zwischen dem Brunnen- und dem Kirchenumfeld solle geschaffen werden. Die dort vorhandenen zwei Fahrspuren in Nord-Süd-Richtung sollen auf eine reduziert werden.



So könnte der Hagenmarkt aussehen.
So könnte der Hagenmarkt aussehen. Foto: Ackers Partner Städtebau / Stadt Braunschweig




Der Bauabschnitt um den Heinrichsbrunnen solle im Randbereich einheitlich mit einem hochwertigen Pflasterbelag im Randbereich und um den Brunnen mit einer wassergebundenen Decke gestaltet werden. Diese Konzeption solle der Materialwahl auf dem Magnikirchplatz ähneln und eine multifunktionale Nutzbarkeit des Platzraumes das ganze Jahr hindurch ermöglichen. Hierbei habe man sich gezielt für eine wassergebundene Decke entschieden, da eine Rasenfläche für Veranstaltungen oder eine Freisitznutzung ungeeignet sei, so die Begründung der Bauverwaltung. Eine gestalterische Zweiteilung des Platzraumes um den Brunnen sei zudem nicht gewollt gewesen. Auch 23 neue Bäume sollen gepflanzt werden, drei weitere sollen erhalten bleiben. 15 Baumscheiben sollen dabei mit grünen Pflanzelementen versehen werden, um auch im Sommer Schattenbereiche zu haben, die somit einer möglichen Aufheizung entgegenwirken können.

Spurbreite künftig verändert



Die weitere Entwurfs- und Ausführungsplanung werde eine mögliche Erhöhung der Spurbreite künftiger Stadtbahnzüge bereits berücksichtigen; im ersten Bauabschnitt seien jedoch keine Gleisbauarbeiten vorgesehen, sodass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Festlegung erforderlich sei.

Ein zweiter Beschlussvorschlag sehe vor, dass das Brunnenumfeld künftig nicht mehr als Verkehrsfläche zu deklarieren. So solle in diesem Teilbereich von einer entsprechenden Festsetzung im rechtskräftigen Bebauungsplan auf dem Jahr 1952 abgewichen werden. Eine solche Einbeziehung dieser Verkehrsfläche könne ohne zeitaufwändige, formale Änderung des Bebauungsplans erfolgen, da in diesem die Ausgestaltung der festgesetzten öffentlichen Verkehrsflächen im Einzelnen nicht geregelt sei. Zudem werde die festgesetzte städtebauliche Ordnung durch die Einbeziehung nicht beeinträchtigt, da die Verkehrsfunktionen anderenorts vollständig erfüllt würden. Der zweite Beschluss sei Voraussetzung für die formelle, straßenrechtliche Einziehung dieses Teils der öffentlichen Verkehrsfläche, die als separate Beschlussvorlage erfolge.

Ziel und Realisierung


Das Verfahren könnte somit für mehr räumliche Qualität und Nutzungsvielfalt in diesem Erholungsraum für die gesamte Stadt schaffen. In der Folge würden sich auch die Straßenausbaubeiträge vermindern, da für das mittige, wassergebundene Brunnenumfeld durch die Einziehung die Straßenausbaubeitragspflicht entfalle.

Sofern der Planungs- und Umweltausschuss dem Beschlussvorschlag 1 zur Vorzugslösung folgt, könne diese in 2021 planerisch ausgearbeitet werden. Mit den Umbauarbeiten im Bereich des ersten Bauabschnittes könnte dann im Jahr 2022 begonnen werden. Finanziert werde die Umsetzung der Maßnahme im städtischen Haushalt. Für die Erneuerung der öffentlichen Straßenverkehrsflächen würden Straßenausbaubeiträge erhoben werden.


zum Newsfeed