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Neues Herzkatheter-Labor am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel



Wolfenbüttel

Neues Herzkatheter-Labor am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel

von Anke Donner


Foto: Anke Donner)

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Wolfenbüttel. Mit neuester technischer Ausrüstung und in neuen Räumen startet jetzt das Herzkatheter-Labor am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel. Es handelt sich um die erste Rundum-Erneuerung dieser wichtigen Einrichtung im Klinikum seit 15 Jahren.

„Wir haben nun das modernste und am besten ausgestattete Herzkatheter-Labor in der ganzen Region“, betont Prof. Hausmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie, während der Feierstunde zur Einweihung des neuen Geräts. Auch Geschäftsführer Axel Burghardt ist stolz auf den Neubau. „Wir sind froh, die Patienten des Herzkatheter-Labors in den neuen großzügigen Räumen der ehemaligen Radiologie in der 1. Etage begrüßen zu dürfen und natürlich in gewohnter Qualität zu behandeln“, freut sich Burghardt. Das neue Herzkatheter-Labor ist eine wichtige Innovation für das Klinikum und letztlich auch ein Baustein für die nachhaltige Standort-Sicherung.


Bürgermeister und Klinikum-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Pink gratulierte dem Klinikum zu der wichtigen Erneuerung. "Wir müssen Wettbewerbsfähig bleiben und die Klinik nach vorne bringen. Ich glaube, nun sind wir für die nächsten Jahre gut aufgestellt. Ein großer Dank gilt vor allem dem Klinikpersonal, das das Haus auch in schwierigen Zeiten durch die See begracht haben. Darauf sind wir sehr stolz. machen Sie weiter so. Sie leisten großartige Arbeit", so Pink.

Im Anschluss an die Begrüßung gab es einen kleinen Rundgang durch die neuen Räume, die im letzten halben Jahr hergerichtet wurden.


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Das neue Herzkatheter-Labor bietet Technik auf höchstem Niveau. Foto: Anke Donner)


Wichtiger Fortschritt


Im Jahr 2000 wurde erstmals ein Herzkatheter-Labor im Städtischen Klinikum Wolfenbüttel in Betrieb genommen. Damals gab es heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit und beim Träger des Klinikums. Es wurde bezweifelt, ob ein eigenes Herzkatheter sinnvoll sei und auch wirtschaftlich betrieben werden könnte. Letztlich hatte Prof. Hausmann an die Einrichtung eines Herzkatheter-Labors die Bedingung für seinen Wechsel von der Medizinischen Hochschule Hannover nach Wolfenbüttel im Jahr 2000 geknüpft. Heutzutage ist eine stationäre kardiologische Versorgung ohne Herzkatheterlabor nicht mehr denkbar und für die Behandlung von Notfällen sogar zwingend notwendig.

Herzkatheteruntersuchungen sind für die Erkennung und Behandlung schwerer Herzkrankheiten erforderlich, insbesondere wird dieses Verfahren für die Diagnostik und Therapie von Durchblutungsstörungen des Herzens eingesetzt. Diese Erkrankungen sind eine der häu- figsten Todesursachen in Deutschland. Beim Herzkatheter werden über die Blutbahn dünne Schläuche zum Herzen vorgeschoben, um Messungen und Gefäßdarstellungen durchzuführen. Durch die Schläuche kann auch die Ballonweitung und das Einsetzen von Gefäß- stützen (Stents) erfolgen.

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Prof. Dr. med. Dirk Hausmann (rechts) erklärt Thomas Pink und Dörthe Weddige-Degenhard die neue Technik. Foto:



Jährlich werden ca. 1.500 Untersuchungen im Herzkatheter-Labor des Klinikums durchgeführt. Für die Behandlung von Notfällen zum Beispiel bei einem Herzinfarkt) steht eine 24-Stunden Bereitschaft aus Ärzten und Pflegekräften zur Verfügung. Die Errichtung wird zeitweise auch von einer kardiologischen Praxis aus Braunschweig genutzt, um die Auslastung des Großgerätes voll zu nutzen. Die Neuerrichtung des Herzkatheter-Labors bringt zahlreiche Vorteile: Für den Patienten wird aufgrund der neuen Technik die Strahlen- und Kontrastmittel-Belastung erheblich reduziert, und das moderne Ambiente erhöht zudem den Patienten-Komfort.

Die verbesserte Bildqualität und der Einsatz neuer technischer Verfahren (Ultraschall und Druckmessung in
Blutgefäßen) erhöht die Behandlungsqualität. Aber auch die Klinik-Mitarbeiter sind einer geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt und Arbeitsabläufe können verbessert werden.


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