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Neugestaltung der Zeppelinstraße sorgte für Diskussionen



Braunschweig

Neugestaltung der Zeppelinstraße sorgte für Diskussionen

von Marian Hackert


Zahlreiche Anwohner, Eigentümer und Mitglieder des Stadtbezirksrates hatten sich zur Informationsveranstaltung im Großen Sitzungssaal eingefunden. Fotos: Hackert/Walter
Zahlreiche Anwohner, Eigentümer und Mitglieder des Stadtbezirksrates hatten sich zur Informationsveranstaltung im Großen Sitzungssaal eingefunden. Fotos: Hackert/Walter Foto: Hackert/Walter.

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Braunschweig. Am heutigen Abend präsentierte die Stadtverwaltung im Rahmen einer Informationsveranstaltung die geplante Neugestaltung der Zeppelinstraße. Bereits im Vorfeld hatte sich in den sozialen Netzwerken Protest geregt. Entsprechend viele Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung in den Großen Sitzungssaal des Rathauses gefolgt.



Mirko Petzke vomstädtischen Fachbereich Tiefbau und Verkehr hatte bei der Vorstellung der Pläne zur Neugestaltung der Zeppelinstraße alle Hände voll zu tun. Bereits im Vorfeldschossen aufFacebookwilde Spekulationen ins Kraut, wie die Umgestaltung aussehen könnte - entsprechend aufgeladen war die Stimmung im Saal. Das etwas getan werden muss, sei aus Sicht der Planer klar. Vor allem im Bereich der Fußwege gebe es weitreichende Verwurzelungen, die zu Schäden führen. Allein 30 Reparatureinsätze habe es diesbezüglich seit dem Jahr 2003 gegeben, berichtete Petzke. Viel wichtiger sei jedoch die Sanierung des Kanals. Der sogenannte Mischkanal, in dem Regen und Schmutzwasser abgeführt wird, weise Risse und Verschiebungen auf, die mittels einer einfachen Sanierung nicht zu beheben seien. Für die Erneuerung des 1911 gebauten Kanals müssten auch die Hausanschlüsse bis hin zur Grundstücksgrenze erneuert werden, erklärte Mirko Petzke.

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Momentan befindet sich die Zeppelinstraße in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Foto: Alexander Dontscheff



Parkplatzbedarf kann nicht gedeckt werden


In diesem Zusammenhang würde auch die erst im Jahr 2012 eingebrachte Fernwärmeleitung erweitert und die 1977 eingebrachte Gasleitung erneuert. Hinzu kämen neue Lichtmasten, Leuchten und die entsprechenden Kabel. Ob die Straße beidseitig beleuchtet werde, stehe noch nicht fest so Petzke, der mehrmals darauf verwies, dass es sich bei der Vorstellung der Pläne nicht um eine endgültige Fassung handele. Auch wurde bereits die Bestandssituation für den Parkbereich ermittelt. Demnach liegt die Kapazitätsgrenze derzeit bei 40 Fahrzeugen. Geplant sind laut Verwaltung 36 Parkplätze. "Wir haben hier leider das Problem, dass es weniger Parkplätze gibt, als Bedarf vorhanden ist", erklärt Mirko Petzke.

Doch vielmehr als die Parkplatzsituation, sorgte die mögliche Entfernung der Bäume für Gesprächsstoff.Laut Vorschlag der Verwaltung sollen diese nämlich zunächst weichen und später neu nachgepflanzt werden. Ein Baumgutachten attestierte den 19 Mehlbeeren teilweise Vitalitätsmängel. So leiden einige Bäume unter Pilzbefall und Schiefstand. Eine Entfernung beziehungsweise Beschneidung ohne größere Beschädigungen der Bäume sei laut Gutachten nicht möglich. Daher sollen nach der Entfernung des alten Baumbestandes neue, kleinere Bäume gepflanzt werden. Anders als heute, sollen es dann elf anstatt der heutigen 19 Bäume sein.

Wie wird ein zweiter Rettungsweg sichergestellt?



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Mirko Petzke gab Einblicke in die Planungen. Foto:



Darüber hinaus sei zu klären, wie ein zweiter Rettungsweg sicherzustellen ist, erklärte Mirko Petzke. Aufgrund des Baumbestandes sei es laut Feuerwehr nur schwer möglich eine Rettung mittels Drehleiter durchzuführen. Mit der Entfernung der Bäume und der angedachten Fahrbahnverbreiterung auf 5,50 Meter, wäre dies machbar. Alternativ müsste in den Häusern ein zweites Treppenhaus im Innen- oder Außenbereich errichtet werden. So sieht es der Brandschutz vor. Diese Ausführungen stießen auf wenig Verständnis bei den anwesenden Anwohnern und Eigentümern. Die Bäumen seien Jahrzehnte lang nicht gepflegt worden, hieß es von Seiten der Anwohner. Die Bäume würden jedoch nicht um des Brandschutzwillens gefällt, erklärt Mirko Petzke. Sie genießen Bestandsschutz. Auch hier sei man noch lange nicht am Ende der Planungen angelangt. Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger würden in den Entscheidungsprozess einfließen, ließ Petzke wissen.

Zeppelinstraße soll nicht länger Einbahnstraße bleiben


Ein weiterer Streitpunkt war die geplante Aufhebung der Straßenführung. Bisher handelt es sich bei der Zeppelinstraße um eine Einbahnstraße. Aus Sicht der Verwaltung, sei dieser Status mit der geplanten Verbreiterung der Fahrbahn nur schwer vereinbar. Eine Beibehaltung der Straßenführungwürde Falschparker zusätzlich animieren verkehrswidrig zu parken und auch von einer Erhöhung der Geschwindigkeit sei laut Meinung der Verwaltung auszugehen. Auch diese Ansicht stieß bei den Anwesenden auf wenig Gegenliebe.

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Die Neugestaltung sieht unter anderem eine Neubepflanzung der Zeppelinstraße vor. Foto:


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