Hannover. Bei einem mehrtägigen Schwerpunkteinsatz zur Verhütung von Gewaltkriminalität hat die Bundespolizei am Hauptbahnhof Hannover mehrere Waffen sichergestellt. Wie die Bundespolizeiinspektion Hannover am Freitag mitteilte, fanden die Kontrollen von vergangenem Montag bis Mittwoch jeweils zwischen 15:30 und 22:00 Uhr statt.
Unterstützt wurden die Beamten vor Ort von Kräften der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Hannover.
Insgesamt wurden neun Messer, ein Reizstoffsprühgerät und ein sogenannter Totschläger vom Typ "Monkey-Fist" sichergestellt. Zudem registrierten die Einsatzkräfte je einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Anti-Doping-Gesetz sowie vier Fahndungstreffer.
In mehreren Fällen wurde ein Zwangsgeld wegen Verstößen gegen eine Allgemeinverfügung angedroht. Besonders auffällig war ein 26-jähriger Deutscher, der bei einer Kontrolle am Mittwoch zunächst ein verdeckt getragenes Messer angab, bei der Durchsuchung seines Gepäcks aber drei weitere Messer bei sich führte.
"Die Feststellungen zeigen erneut die Notwendigkeit von unangekündigten Einsatz- und Kontrollmaßnahmen", sagte Polizeidirektor Martin Kröger, Leiter der Bundespolizeiinspektion Hannover.
Wer ein zugriffsbereites Messer mitführe, entscheide sich bewusst für Eskalation. Die Kontrollen am Hauptbahnhof sind Teil einer Reihe ähnlicher Maßnahmen.
Bereits Anfang Januar hatte es vergleichbare Einsätze gegeben, auch am kommenden Wochenende sind weitere Kontrollen angekündigt.
Bundespolizei stellt bei Kontrollen am Hauptbahnhof Hannover mehrere Waffen sicher
Bei einem mehrtägigen Schwerpunkteinsatz zur Verhütung von Gewaltkriminalität hat die Bundespolizei am Hauptbahnhof Hannover mehrere Waffen sichergestellt.
Übersichtsaufnahme der Sicherstellungen (Archiv) | Foto: Bundespolizeiinspektion Hannover via dts Nachrichtenagentur

