DPolG fordert bessere Drohnenabwehr am Flughafen Hannover

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Niedersachsen hat nach einem Drohnenvorfall am Flughafen Hannover erhebliche Defizite bei der Drohnendetektion beklagt.

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Bundespolizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Niedersachsen hat nach einem Drohnenvorfall am Flughafen Hannover erhebliche Defizite bei der Drohnendetektion beklagt. Das teilte der Landesverband mit.


Nach einem Medienbericht sollen die eingesetzten Warngeräte der Bundespolizei das Flugobjekt nicht erfasst haben; auch eine technische Ortung durch die Deutsche Flugsicherung sei nicht gelungen. Der Landesvorsitzende Patrick Seegers bezeichnete den Vorfall als "sicherheitspolitisches Warnsignal". Der Flughafen Hannover müsse schnellstmöglich mit leistungsfähiger Detektions- und Abwehrtechnik ausgestattet werden, zugleich brauche es bundesweit einheitliche Standards.

"Ein technischer Flickenteppich darf bei der Drohnenabwehr nicht zum Sicherheitsrisiko werden", sagte Seegers. "Die technische Entwicklung wartet nicht auf Zuständigkeitsdebatten. Unsere Sicherheitsarchitektur muss mit der Bedrohung Schritt halten." Die Gewerkschaft fordert über die technische Ausstattung hinaus eine Debatte über den Einsatz der Bundeswehr im Innern.

Sollte sich der Verdacht erhärten, dass Drohnenflüge Teil staatlich gesteuerter oder unterstützter hybrider Aktionen sind, reiche eine rein polizeiliche Zuständigkeitslogik nicht aus, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende Christian-Tobias Gerlach.

Die vorhandenen Systeme hätten das Flugobjekt nicht erkannt, daher sei dies kein Problem der Einsatzkräfte, sondern ein Ausstattungs- und Systemproblem. Die DPolG fordert verbindliche technische Standards, eine bundesweit abgestimmte Beschaffung und ein gemeinsames Lagebild von Bund, Ländern und gegebenenfalls der Bundeswehr.


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