Grüne fordern bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter zum Igelschutz

Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben sich für ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter ausgesprochen, um Igel und andere Kleintiere zu schützen.

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Grünen-Logo (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben sich für ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter ausgesprochen, um Igel und andere Kleintiere zu schützen. Die Abgeordnete Anne Kura forderte am Donnerstag im Landtag zudem, dass Hersteller verpflichtet werden, ihre Geräte mit einer Sensorik auszustatten, die Verletzungen von Tieren verhindert. Kura sagte, dass der Igel inzwischen auf der Vorwarnstufe der Roten Liste stehe und seine Population in Deutschland seit den 1990er Jahren etwa halbiert worden sei.


Neben der Zerstörung von Lebensräumen und der Klimakrise stellten Mähroboter eine neue, tödliche Gefahr dar, da sich die Tiere durch Einrollen nicht schützen könnten. Einige niedersächsische Landkreise wie Göttingen, Hildesheim, Lüchow-Dannenberg und Helmstedt hätten bereits kommunale Nachtfahrverbote erlassen. Die Abgeordnete kritisierte, dass die Bundesregierung bislang nicht tätig geworden sei, obwohl es entsprechende Forderungen in Petitionen mit über 160.000 Unterschriften gebe.

Bis zu einer EU-weiten Regelung als Zulassungsvoraussetzung für 'igelsichere' Geräte brauche es ein bundesweit einheitliches Verbot für den Nachtbetrieb und ein verpflichtendes Siegel für Verbraucher.

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