IG Metall wirft MAN in Salzgitter systematischen Abbau vor

Die IG Metall und der Betriebsrat haben dem Nutzfahrzeughersteller MAN vorgeworfen, den Traditionsstandort Salzgitter systematisch abzubauen.

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Autoproduktion | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Salzgitter. Die IG Metall und der Betriebsrat haben dem Nutzfahrzeughersteller MAN vorgeworfen, den Traditionsstandort Salzgitter systematisch abzubauen. Dies teilte die Gewerkschaft mit.


Trotz eines von der Belegschaft vorgelegten Zukunftskonzepts für Produktion, Ersatzteillogistik und Komponentenfertigung zeige der Arbeitgeber keinerlei ernsthafte Verhandlungsbereitschaft, sondern setze auf Druck und Verunsicherung. Aus Sicht der Gewerkschaft plant MAN einen kontrollierten Rückzug. Das sogenannte 'Zielbild' des Unternehmens sehe vor, die Komponentenfertigung bis in die 2030er Jahre nahezu zu beenden, was zur kompletten Fremdvergabe des Standorts führen könne.

Besonders alarmierend sei die Drohkulisse massiver Personalreduzierung: Von derzeit rund 2.161 Beschäftigten sollen bis 2032 weniger als 852 übrig bleiben, wobei bereits ab 2027 Massenentlassungen vorbereitet werden sollen. Die IG Metall kritisierte zudem, dass MAN trotz guter Gewinnlage zentrale Betriebsvereinbarungen gekündigt habe, was zu spürbaren Einkommenseinbußen führe. Statt in den Standort zu investieren, werde auf Verlagerungen nach Osteuropa gesetzt.

Die Gewerkschaft forderte ein belastbares Zukunftskonzept mit Investitionszusagen, Beschäftigungssicherung und ernsthafte Verhandlungen auf Augenhöhe.

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