Niedersachsen fordert besseren Mutterschutz für Selbstständige und mehr Frauengesundheitsforschung

Die 36. Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) ist am Freitag in Dresden zu Ende gegangen.

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Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv)
Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die 36. Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) ist am Freitag in Dresden zu Ende gegangen. Niedersachsen hat sich dabei mit zwei eigenen Anträgen erfolgreich für Verbesserungen im Mutterschutz für Selbstständige und für eine geschlechtersensible Gesundheitsversorgung eingesetzt.


Das teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Die Ministerrunde fordert die Bundesregierung auf, zeitnah Vorschläge für eine verbesserte finanzielle Absicherung von selbstständigen Frauen vor und nach der Entbindung vorzulegen. Bislang tragen diese im Gegensatz zu abhängig Beschäftigten weiterhin das wirtschaftliche Risiko ihres Unternehmens.

Niedersachsens Gleichstellungsminister Andreas Philippi sprach sich für ein Finanzierungsmodell aus Bundesmitteln oder einem solidarischen Umlageverfahren aus, um strukturelle Nachteile abzubauen und den Frauenanteil bei Gründungen zu erhöhen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Herz-Kreislauf-Gesundheit von Frauen. Die Länder begrüßten die Initiative des Bundes, geschlechtersensible Gesundheitsversorgung zum Forschungsschwerpunkt zu machen.

Philippi kritisierte, dass Frauen in der Gesundheitsforschung seltener berücksichtigt würden, obwohl sie teils andere Symptome bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigten und anders auf Arzneimittel reagierten. Die Konferenz fordert daher unter anderem eine systematische Erfassung aller Risikofaktoren, gezielte Fortbildungen für medizinisches Personal und angepasste Vorsorgeuntersuchungen.


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