Hannover. Niedersachsen hat den Bund aufgefordert, den Flughafen Hannover-Langenhagen in das bundesweite Schutzprogramm zur Drohnenabwehr aufzunehmen. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen in Hannover mit.
Anlass ist ein aktueller Vorfall mit Drohnenaktivitäten an dem Flughafen.
Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne sagte, der Flughafen sei das logistische und luftverkehrliche Herz des Flächenlandes. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der Standort im bisherigen Bundesprogramm zur Drohnendetektion und -abwehr nicht in der vorgesehenen Ausbaustufe berücksichtigt werde.
Das Land Niedersachsen sei bereit, bis zu 50 Prozent der Investitionskosten zu übernehmen, höchstens 4,88 Millionen Euro. Innenministerin Daniela Behrens verwies auf den Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle in der vergangenen Woche und die wachsende Gefahr hybrider Angriffe.
Hannover-Langenhagen nehme als einziger großer Verkehrsflughafen Norddeutschlands mit uneingeschränktem 24-Stunden-Betrieb eine besondere Stellung ein.
Die Landesregierung will sich nach eigenen Angaben mit Nachdruck beim Bund für einen umfassenden Schutz des Flughafens einsetzen. Ziel sei eine leistungsfähige und dauerhaft tragfähige Drohnendetektion und -abwehr, die den Anforderungen eines Verkehrsflughafens mit 24-Stunden-Betrieb gerecht werde.
Für die verbleibenden Finanzierungsanteile seien der Bund und die weiteren Gesellschafter des Flughafens gefordert.
Niedersachsen fordert Drohnenabwehr für Flughafen Hannover-Langenhagen
Niedersachsen hat den Bund aufgefordert, den Flughafen Hannover-Langenhagen in das bundesweite Schutzprogramm zur Drohnenabwehr aufzunehmen.
Drohnen (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
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