Hannover. Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg hat anlässlich des internationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust die bleibende Verantwortung betont. Die stellvertretende Ministerpräsidentin teilte mit, der Holocaust sei ein beispielloser Zivilisationsbruch gewesen, dessen Verbrechen niemals in Vergessenheit geraten dürften.
Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Autoritarismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten.
Die niedersächsischen Gedenkstätten leisteten einen zentralen Beitrag zur Erinnerungskultur, so die Ministerin. Das Land stärke diese Arbeit nachhaltig, indem die Mittel für die regionalen Gedenkstätten verstetigt und in den kommenden Jahren 34 Millionen Euro für Investitionen in Ausstellungen und Sanierungen bereitgestellt wurden.
Diese Einrichtungen machten das Erinnern an die Opfer möglich und engagierten sich in großem Maß für die Demokratiebildung.
Angesichts eines Anstiegs antisemitischer Vorfälle komme auch den Schulen eine besondere Verantwortung zu, erklärte Hamburg. Das Land unterstütze Schulen daher mit Projekten, Fortbildungen und Materialien, die Handlungssicherheit im Umgang mit Antisemitismus vermittelten.
Unter anderem würden im Projekt "Schulische Perspektiven gegen Antisemitismus" Lehrkräfte zu Multiplikatoren qualifiziert, die ihr Wissen direkt in die Schulen trügen.
Niedersachsen gedenkt der Holocaust-Opfer und warnt vor Antisemitismus
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg hat anlässlich des internationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust die bleibende Verantwortung betont.
Julia Willie Hamburg (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

